Die SpVgg Forchheim hat den zweiten Rang in der Landesliga Nordwest abgesichert: Durch das 3:1 gegen den TSV Abtswind hat die Springer-Truppe nun ein Fünf-Punkte-Polster auf den Gegner vom Samstag. 435 Zuschauer wollten sich das Verfolgerduell am Jahn-Gelände nicht entgehen lassen.

An der Tabellenspitze hat sich der FC Schweinfurt II mit 2:0 gegen Memmelsdorf behauptet, der Rückstand beträgt also weiterhin sechs Zähler.

SpVgg Jahn Forchheim - TSV Abtswind 3:1
Die Partie hatte kaum begonnen, da stand es schon 1:0 für den Jahn. Andi Mönius hatte einen Doppelpass mit einem Mitspieler gespielt und abgezogen. Der Abtswinder Keeper Hefner konnte erst parieren, den Abpraller machte aber Steffen Müller rein. Sieben Minuten waren erst rum. Eine Zeigerumdrehung später war es Max Göbhardt, der mit einem Schuss das Tor nur um Haaresbreite verfehlte. Der Jahn drosselte danach das Tempo und ließ die Gäste gewähren. Allerdings kam der TSV nur selten gefährlich vors Tor.

So war es kein Wunder, dass erneut Forchheim eine richtig gute Chance hatte. Aber weder Maxi Göbhardt, der den Ball nicht traf, noch Andi Mönius, der am Keeper scheiterte und danach den linken Pfosten anvisierte, trafen ins Netz. Allerdings erhöhte Abtswind den Druck und näherte sich dem Jahn-Tor mit Schüssen an. Zweimal war es Jürgen Endres, der nicht traf, danach köpfte Pascal Kamolz über den Kasten. Besser machte es der Sturmführer in der 34. Minute, als er einen platzierten Schuss ins rechte untere Eck abgab, der Kredel keine Chance ließ - 1:1. Doch praktisch im Gegenzug erhöhte der Jahn wieder, als David Mai einen Ball im Fallen zur allgemeinen Überraschung doch noch im Tor unterbrachte. Der Jahn hatte danach die Chance durch einen Mönius-Schuss auf 3:1 zu erhöhen, aber der Schlenzer des Kapitän strich knapp über das Gehäuse. Danach brachte der Schiedsrichter Farbe ins Spiel. Jonas Beinhofer gab relativ flott gelbe Karten, nicht verwunderlich, dass er in der 39. Minute Dominik Zametzer nach einem Halten die Ampelkarte vor die Nase hielt. Der Jahn protestierte, natürlich vergebens.


Glücklicher Jahn-Elfmeter

Von der Unterzahl merkte man in der zweiten Halbzeit allerdings wenig. Forchheim stand hinten sicher und versuchte immer wieder, Nadelstiche zu setzen. Abtswind fiel kaum etwas ein. So dauerte es bis Minute 62, ehe wieder etwas passierte. Ausgerechnet im Abtswinder Strafraum. Tobias Eisgrub hatte sich durchgetankt und eigentlich den Ball schon verloren. Der Verteidiger wollte das Spielgerät ins Aus laufen lassen, Eisgrub lief von hinten auf. Den Sturz des Außenverteidigers wertete der Schiedsrichter überraschend mit Elfmeter, den Max Göbhardt humorlos verwandelte. "Der Elfmeterpfiff hat zur Leistung des Schiedsrichters gepasst", sagte Jahn-Trainer Christian Springer nach der Partie. Es war nicht als Lob gemeint.

Drei Minuten später hatte Peter Mrugalla eine Chance, aber der Versuch ging am langen Pfosten vorbei. Weitere Schussversuche gingen meist direkt auf Kredel, der in der 73. Minute aber Glück hatte, als er an einer Flanke vorbeisegelte und Mönius den Nachschuss von der Linie kratzte.

Keine fünf Minuten später zeigte Kredel seine ganze Klasse, als er einen Kopfball aus kurzer Distanz bravourös parierte. Auf der Gegenseite wurde David Mai im Strafraum gerempelt, den Strafstoß wollte der Referee nicht geben, obwohl dieser deutlich klarer als der erste. Selbst die Umstellung auf Dreierkette in der Defensive nützte den Gästen nichts, denn Abtswind spielte viel zu umständlich. Forchheim war dem vierten Tor näher.

"Es ist nicht unsere Spielidee, immer in Unterzahl zu spielen und dann defensiv tief zu stehen. Aber wir haben das gut gemacht und mit den langen Bällen hinter die Viererkette das Mittel gefunden, um den Gegner zu knacken", so Jahn-Trainer Christian Springer nach dem Spiel.


Die Statistik zum Spiel

SpVgg Jahn Forchheim: Kredel - Eisgrub, P. Mai, Weiler, Zametzer - Bauernschmitt, Müller, Selmani (81. Selmani), Göbhardt, Mönius (87. Gumbrecht), D. Mai (89. Burkel)

TSV Abtswind: Hefner - Graf, Gibfried, Murphy, Szuszkiewicz (85. Riedel) - Wirth, Endres, Mrugalla, Hummel (75. Hartlehnert) - Kamolz, Barthel

Tore: 1:0 Müller (7.), 1:1 Kamolz (34.), 2:1 D. Mai (35.), 3:1 Göbhardt (63./FE). Zuschauer: 435. Schiedsrichter: Beinhofer (Murnau). Gelb-Rot: Zametzer (39.)