Während auf dem Feld in den nächsten Wochen noch fleißig gekickt wird, beginnen an diesem Wochenende bereits die Kleinsten mit dem Spielbetrieb in der Halle. Aus diesem Anlass haben wir uns mit Kreisjuniorenleiter Tobias Körner über die anstehenden Hallenkreismeisterschaften unterhalten.

Wie viele Teams nehmen an der Hallenrunde teil?
Tobias Körner: Diesmal starten knapp 750 Mannschaften aus circa 135 Vereinen mit ihren Mannschaften in der Halle. Teilnehmerstärkster Verein ist dabei die SpVgg Erlangen, die gleich 20 Mannschaften ins Rennen schickt.

Nach welchem Modus werden die Kreismeister ermittelt?
Bei den Junioren spielt jede Mannschaft in der Regel zwei Vorrundenturniere aus, eines vor und eines nach Weihnachten. Anschließend werden die dabei erzielten Punkte durch die absolvierten Spiele dividiert, der sich daraus ergebende Quotient entscheidet, welche 20 Mannschaften in die Zwischenrunde kommen. Aus diesen vier 5er-Gruppen erreichen die jeweiligen Ersten und Zweiten die Endrunde, die ab Mitte Februar 2013 ausgespielt werden. Bei der E1- und F1-Jugend spielen wir wegen der hohen Meldezahl sogar drei Vorrunden aus, dafür verzichten wir bei den C2-, E2- und F2-Junioren auf eine Zwischenrunde. Hier spielen wiederum zu wenig Mannschaften mit, um eine Zwischenrunde auszutragen.

Wie wird denn eine Hallenrunde überhaupt organisiert?
Dies beginnt mehr oder weniger bereits im Sommer, da geht es darum sich ausreichend Hallenzeiten zu beschaffen. Teilweise melden die Vereine freie Hallenkapazitäten direkt an mich, teilweise frage ich bei Städten oder Gemeinden selbst nach. Anschließend setzen sich Kreisvorsitzender Max Habermann, Frauen-Spielleiter Gerhard Mehl und ich zusammen um diese Kapazitäten auf die jeweiligen Ressorts aufzuteilen..

Traten bei der Organisation in diesem Jahr Probleme auf?
Das größte Problem waren die Anmeldungen im neuen DFBnet - diese waren so schwach (ca. 450 Mannschaften), dass ich Ende September die Vereine erneut abgefragt habe. Dies war auch durchaus sinnvoll, ich bin dadurch auf die besagten knapp 750 Teams gekommen. Anschließend erfolgte die Gruppenzusammenstellung und Veröffentlichung - mit dem Ergebnis, das einige Vereine gerne noch Teams nachmelden würden oder Mannschaften zurückziehen müssen. Hier wird es schwierig dies noch berücksichtigen zu können. Schade ist auch, dass ich - wie in den Vorjahren auch schon - wiederum keinen einzigen Hallentag in Erlangen bekommen habe. Diese zentrale Lage wäre hervorragend geeignet.

Was sind die Änderungen zu den anstehenden Kreismeisterschaften?
Für die Vereine selbst ist es eine große Änderung, dass in den Hallen für die Vorrunden keine Startgelder mehr zu zahlen sind. Diese waren im Vorfeld zu überweisen. Ich hoffe, dass sich die Anzahl der Nichtantretungen nun auch etwas in Grenzen hält, da die finanzielle Vorleistung bereits erfolgte. Eine Regeländerung gibt es auch: Überquert der Ball die Torlinie und war zuletzt ein Angreifer am Ball, dann kann die Spielfortsetzung nun sowohl mit dem Fuß, also der klassische Abstoß, als auch aus der Hand erfolgen. Eine weitere Änderung: in den Vorrunden von den E1- bis zu den G-Junioren erfolgt leider keine Schiedsrichterbesetzung mehr, die Trainer- und Betreuer müssen die Gruppen nun selbst pfeifen. Dafür konnten wird in diesen Altersklassen die Startgelder entsprechend senken. Hinzu kommt: Die Schiedsrichter sind dazu angehalten, konsequent das Grätschen gegen den Gegenspieler abzupfeifen. ft