Auf die 400 Meter Schwimmen in mehreren Startgruppen im 25-Meter-Becken des Herzogenauracher Freibades folgten zwei Radrunden zu je neun Kilometern, bevor auf den Waldwegen neben dem Herzogenauracher Leichtathletik-Stadion noch eine 5 km lange Wendepunktstrecke zu Fuß zurückgelegt werden musste. 369 Teilnehmer, darunter 99 Frauen, machten die beliebte Veranstaltung auch dieses Jahr wieder zu einem Erlebnis, auch wenn das Wetter nicht bei allen Startgruppen mitspielte.

Nervös vor der Premiere


In der Gruppe der schnellsten Frauen machten sich Yvonne Burkhardt und Juliane Müller auf die Strecke. Letztere hatte vor ihrem ersten Triathlon überhaupt ziemlich mit der eigenen Nervosität zu kämpfen. Doch dann lief es prima für sie. Relativ locker und nach einer leichten Kollision auf der Bahn kreuzte sie bereits nach 6:05 Min. an der Zeitnahme außerhalb des Beckens wieder auf.
Auch Yvonne Burkhardt musste sich zwar im dichten Gedränge des Schwimmbeckens auf ihrer Bahn behaupten, kam aber äußerst zufrieden aus dem Wasser. Super lief es dann auf dem Rad auch für Juliane Müller, wo sie sogar Kontakt zur Vorjahressiegerin hielt. Eine fast identische Radzeit fuhr Yvonne Burkhardt und erwischte somit einen hervorragenden Tag. Mit noch etwas Potenzial in der vierten Disziplin, dem zweiten Wechsel, stürmte Juliane Müller auf die Laufstrecke, am Anfang zwar noch mit schweren Beinen vom Radfahren, aber immer schneller werdend. Sie krönte ihre Premiere mit dem fantastischen Gesamtrang 6 bei den Frauen. Auch Yvonne Burkhardt lief konstant zügig und erkämpfte sich als 17. einen Platz im ersten Fünftel des Frauenfeldes.

Regen bremst Backer


Weniger Glück mit dem Wetter hatte der Gößweinsteiner SSV-Athlet Johannes Backer in der letzten Startgruppe mit den stärksten Männern, wo der einsetzende Regen auf der Radstrecke sogar zu mehreren Stürzen führte. Im Wasser knüpfte er nicht ganz an sein Leistungsniveau an, so dass er recht bald auf dem Rad mehr riskieren musste. Allerdings ließ ein Wolkenbruch auf der ersten Runde kein hohes Tempo zu, so dass er als Gesamtvierter in die Abschlussdisziplin wechselte. Als er aus dem Stadion lief, schüttelte er schon recht zeitig seine Hintermänner ab und stellte den bis dato Drittplatzierten ohne Mühe. Als er wieder auf die Zielgerade im Stadion einbog, sah er schon den Zweitplatzierten vor sich. Wäre die Laufstrecke 500 Meter länger gewesen - er hätte ihn noch eingeholt. So stand Platz 3 zu Buche.