Forchheim — Das große Wetterlos hatte die gastgebende Leichtathletik-Gemeinschaft Forchheim (LG) auf der Sportinsel gezogen. Als der erste Startschuss zur diesjährigen landesoffenen oberfränkischen Langhürden- und Hindernismeisterschaft, den Sprint-Kreismeisterschaften sowie den Bezirksmeisterschaften ertönte, war Petrus den Leichtathleten wohl gesonnen. Die guten Bedingungen beim Abendsportfest wussten aber nicht nur die Gastgeber, sondern auch der TSV Ebermannstadt zu nutzen, der sich ebenfalls über gleich mehrere Podestplätze freuen durfte.

Bei den Bezirksmeisterschaften war die bayerische Kaderelite der Damen am Start, um sich für die deutschen Meisterschaften in Nürnberg (Männer/Frauen) oder Wetzlar (U23) zu qualifizieren. Da Babinja Wirth vom TSV die 3000 Meter Hindernis in 11:16,49 Minuten absolvierte, wird sie in Hessen sicher an den Start gehen dürfen. Für sie war es das erste Rennen über diese Distanz, denn mit dem Eintritt in die U23 sind 1000 Meter mehr zu laufen.


Mit feiner Hürdentechnik

Auch die Viertelmeiler, die über die Langhürdendistanz antraten, ließen sich durch die gute Stimmung beflügeln. Marcel Springwald von der LG der es in seinem ersten Jahr in der U20 erstmals mit den höheren Hürden (91,4 cm) zu tun hatte, siegte mit 61,87 Sekunden. In den Schülerklassen trumpfte Hannah Stöhr (W15) über die 300 Meter Hürden auf. Sie steigerte sich dank einer feinen Hürdentechnik sowie einem sauberen Lauf um fünf Sekunden auf 50,63 Sekunden. Damit ist sie ein weiteres heißes Forchheimer Eisen im Feuer, wenn es im Juli zur bayerischen Meisterschaft nach Aichach geht.


Domink Eckner überrascht

Ausgezeichnete Wettkämpfe lieferten sich die Athleten auch bei den Hindernis- und Langhürdenmeisterschaften, auch wenn in den Sprints diesmal andere die Nase vorne hatten. Moritz Hecht (LG) hatte über die 100 (11,25 Sekunden) und 200 Meter (23,26) zwar die Chance auf den ersten Platz, kam in der U20 aber jeweils als Zweiter in Ziel. Nach der Teilnahme am Weltkulturerbelauf in Bamberg war er noch nicht spritzig genug, um dagegen halten zu können. Bei der 4x100-Meter-Staffel (Eckner, Hecht, Springwald, Novak) drehten die Forchheimer dann den Spieß um und siegten in 44,52 Sekunden.

Bei den Jungs der U18 überzeugte überraschend Domink Eckner (LG) mit zwei Bestzeiten. Sowohl im Finale über die 100 Meter als auch über die 200 Meter setzte er sich mit neuen Bestmarken in 11,76 sowie 23,95 Sekunden durch und wurde damit souveräner Kreismeister.

Bei den jungen Damen der U20 setzte seine Schwester Katharina Akzente und lieferte mit 13,54 Sekunden eine neue Bestzeit ab und musste sich nur der Bambergerin Luisa Ertl geschlagen geben (13,24). Bei der ein Jahr jüngeren Konkurrenz landete die Forchheimerin Janina Buck mit 13,24 Sekunden auf Platz 3. Über die 200 Meter hielt sie abschließend mit einer neuen Bestzeit von 27,70 Sekunden ihre Konkurrenz in Schach und war nicht zu schlagen. Gemeinsam mit Katharina Eckner, Caroline Schmitt und Julia Erdmann sprintete sie in der U20-4x100-Meter-Staffel dank der neuen Bestzeit von 52,22 Sekunden auf dieser Distanz zum Kreismeistertitel, der gleichzeitig die Qualifikation zur bayerischen Meisterschaft bedeutete.

U14-Staffel wird disqualifiziert

Ein Feuerwerk der spannenden Wettkämpfe zündeten auch die Jüngsten mit ihren Kreisstaffelmeisterschaften. Bei den U12-Mädchen waren es die Lichtenfelserinnen, die vor den Nachwuchsläuferinnen des TSV Ebermannstadt sowie der LG Forchheim landeten.

Während die weibliche Forchheimer U14-4x100-Meter-Staffel wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert wurde, lief es für die U16 besser. Erstmals in neuer Besetzung angetreten (Lodes, Stöhr, Treuheit, Wieder), wurde die Zeit von 55,85 Sekunden mit dem zweiten Platz belohnt.

Bei den Jungs der U14 gingen lediglich die Forchheimer Saffer, Kariun, Nöring und Lippert an den Start, präsentierten sich mit 41,05 Sekunden auf den Punkt topfit und hätten sicherlich noch schneller laufen können - wenn sie Gegner gehabt hätten. So blieb es lediglich ein Kampf gegen die Zeit.

Bei den Kreismeisterschaften in den Schülerklassen über die 800-Meter-Strecken lieferten sich große Starterfelder heiße Rennen und verteilten die Siege auf fast alle Vereine im Kreis Forchheim-Bamberg.

Bei den achtjährigen Jungen ging der Sieg nach Neunkirchen a. Brand. Simon Nanke gewann hier in 2:52,40 Minuten. Bei den Neunjährigen siegte Theodor König vom TSV Ebermannstadt in 3:15,33 Minuten. Für die Zehnjährigen konnte Pascal Renner vom TS Lichtenfels den Sieg mit 2:50,52 Minuten für sich verbuchen. Bei den Elfjährigen sicherte Jonas Nanke in 2:47,48 Minuten den Sieg erneut für die Neunkirchner.

Bei den Mädchen streuten sich die Erfolge ebenfalls. Bei den Achtjährigen war es Mia Güthlein vom MTV Bamberg (3:24,26 Minuten), die vor der nur hauchdünn geschlagenen Lea Billes (Jahn Forchheim/3:24,82 Minuten) ins Ziel kam.

Bei den Neunjährigen gewann Johanna Kraus (TS Lichenfels) in 2:59,16 Minuten. Für die Zehnjährigen trug Alenka Hussong (TSV Ebermannstadt) den Sieg in 3:01,71 Minuten davon. Ihre Teamkollegin Lilly Brück siegte bei den elfjährigen Mädchen in 3:01,37 Minuten vor Charlotte Gundermann (LG Forchheim/3:07,30 Minuten). Starke Zeiten liefen auch die zwölfjährigen Mädchen. Hier siegte Tanaya Betz (TS Lichenfels) und bei den dreizehnjährigen war es Ronja Gellenthien, die den Sieg in 2:46,97 Minuten für die LG Forchheim sicherte.