Der Lohranger in Pinzberg ist in dieser Saison nicht gerade ein Erfolgsgarant für die Kicker des DJK-TSV, die auf eigenem Platz erst zwei Siege und acht Punkte holten. Den Rest der bislang 23 Zähler, die sechs Spieltage vor Rundenschluss nicht zum Klassenerhalt reichen würden, holte die Glauber-Truppe in der Fremde. Wenn Kersbach am heutigen Samstag um 17.30 Uhr zum inFranken-Kick gastiert, muss im Derby der Luftlinie nur 2,3 Kilometer entfernten Sportvereine ein Sieg her, um den direkten Wiederabstieg aus der Kreisklasse 2 zu vermeiden.


DJK Pinzberg (13.) - DJK Kersbach (9.)

Die späte Anpfiffzeit ist der Rücksicht auf den letzten Bundesliga-Spieltag geschuldet, erklärt TSV-Spielertrainer Patrick Glauber: "So können die Fans erst die gewohnten Profispiele am TV verfolgen und danach bei uns trotzdem noch ihre Bratwurst genießen." Der Saisonverlauf der beiden grün-weißen Teams ist grundverschieden. Während die Heimelf als Aufsteiger mit drei Pleiten und 3:15 Toren sofort unter Druck kam, bedeutete der 5:1-Sieg der Gäste im Auftaktspiel gegen Pinzberg die Tabellenspitze. Doch der positive Trend hielt nicht an: Nach fünf Niederlagen aus den ersten sieben Partien standen die Kersbacher plötzlich punktgleich mit Pinzberg direkt vor den Abstiegsplätzen.

Vor allem ein Thema bereitet Kersbachs Spielertrainer Lutz Reinhold genau wie anderen Vereinen Probleme: "Unser roter Faden heißt Spielerkader. Wir sind in der Breite einfach zu schwach aufgestellt und wussten, dass wir vor einer schweren Runde stehen. Derzeit haben wir nur zwölf gesunde Spieler und robben auf dem Zahnfleisch dem Endspurt zu."

Der 32-jährige Polizeibeamte, der trotz Bereitschaftseinheiten nur in einem der 22 Spiele fehlte und mit 17 Toren bester Schütze der Gäste ist, attestiert seinem Team aber, das Bestmögliche herausgeholt zu haben: "Für unsere angespannte Lage haben wir gegen jeden Gegner mitgehalten. Oft gaben wir die Punkte erst in der Schlussphase her, weil wir nach Gegentoren unverständlicherweise zu klappern anfingen. Da merkt man besonders das Fehlen von Routinier Udo Freund, der wegen eines Schlüsselbeinbruchs noch bei keiner Rückrundenpartie dabei war."

Am Mittwoch beim Tabellenzweiten Wichsenstein gab es eine deftige 0:5-Ohrfeige "Es klingt komisch, denn trotz des klaren Resultats hielten wir gut mit und hatten teils sogar spielerische Vorteile. Aber wir hätten noch stundenlang spielen können, die Tore schossen die anderen", erklärt Reinhold.


Patrick Glauber hoffte auf Kersbacher Sieg

Glauber war Zeuge des Debakels im Oberland und bilanzierte zur Halbzeit: "Kersbach hat kurz vor der Pause zu viel riskiert und den Ausgleich gewollt. Mit dem Doppelschlag zum 0:3 war das Spiel entschieden." Die Hoffnung, dass ein Kersbacher Sieg für sein Team im Derby ein vermeintlicher Vorteil wäre, erfüllte sich nicht: "Mit dann 33 Punkten wäre für sie die Saison erledigt gewesen, obwohl ihre Lage auch jetzt noch sehr gut ist. Aber uns hilft eh nur ein Sieg weiter, denn die Konkurrenz schläft nicht. Als wir in den letzten sechs Spielen gegen Wichsenstein, Ebermannstadt und Weilersbach siegten, trauten wir unseren Ohren nicht, denn auch die anderen Kellerkinder hatten fleißig gepunktet. Dadurch machten wir wenig Boden gut, wenngleich unser Trend nach oben zeigt."

Diesen gilt es zu bestätigen, um die Klasse zu halten. Martin Weber ist beruflich verhindert, beim angeschlagenen Christoph Friesner bestehe noch Hoffnung. Das Hinspiel war eine klare Sache, obwohl die Pinzberger in Führung gegangen waren. "Unser Jubel nach sechs Minuten war kaum vorbei, da stand es schon 1:1 und es ging dahin. Das wird uns sicher nicht wieder passieren", verspricht Glauber.