Der Tabellenführer kommt: Zum InFranken-Kick in der Kreisliga 2 gastiert in Gößweinstein bereits am heutigen Samstag um 17 Uhr der TSV Kirchehrenbach. Lange ist's her: Fast auf den Tag genau vor neun Jahren trafen die beiden Kontrahenten zuletzt in einer Liga aufeinander. Auf Besserung hofft der FSV Großenseebach in der Kreisliga 1, allerdings ist die Aufgabe beim SC Adelsdorf keine leichte. Wichsenstein und Reuth in der Kreisklasse 2 sehnen sich im direkten Duell nach drei Punkten. Und in der Kreisklasse Bamberg 2 steht die große Standortbestimmung zwischen dem ASV Aufseß und dem SC Heiligenstadt an.


Kreisliga 2 ER/PEG

SV Gößweinstein - TSV Kirchehrenbach
Zum Rundenstart löste Florian Wehrfritz, der zur Vorsaison nach Gößweinstein kam und Jens Zweck als Co-Trainer unterstützte, diesen nach vier Jahren nun als Haupttrainer ab. Wehrfritz agiert wie sein Vorgänger als Spielertrainer, während Zweck bislang noch keine einzige Partie auf dem Rasen stand, ohne die Fußballschuhe offiziell an den Nagel gehängt zu haben. Trotzdem gelang dem SV ein guter Start in die zweite Kreisliga-Saison, wie Wehrfritz bilanziert: "Selbst bei der 0:5-Klatsche in Weingarts haben wir zuerst mehr als mitgehalten. Es folgte eine Trotzreaktion mit zwei Siegen und dem Remis gegen den starken Aufsteiger aus Neunhof."

Sogar in Ottensoos war mehr drin, wie der 34-jährige Muggendorfer beteuert: "Ein mehr als fragwürdiger Elfer entschied das Spiel mit 1:0 für den FC. Immer dann, wenn wir Zugriff zur Partie hatten, wurden wir zurückgepfiffen. Am Ende gipfelte es mit der Ampelkarte für mich und dem Platzverweis für Alexander Zimmermann in der hektischen Nachspielzeit." Dieser wird dem SV, neben dem urlaubenden Michael Fruntz, fehlen. Wobei sich Wehrfritz zuversichtlich gibt: "Wir haben gemerkt, dass wir jedem Paroli bieten können, ich habe den TSV gegen Rupprechtstegen angesehen. Sie hätten zwar gewinnen müssen, sind aber auch verwundbar. Vielleicht liegt ihnen unser Platz nicht so gut, der sicher kürzer und schmaler ist wie der am Walberla. Trotzdem sind sie favorisiert und ich erwarte sie unter den ersten vier Teams. Zuhause will ich aber mindestens einen Punkt behalten."


TSV: Schnell an die Liga gewöhnt

Für den gebürtigen Bamberger Christian Martin, der ebenfalls in seine zweite Saison bei den weißblauen Germanen geht, brachte der Wechsel des TSV von der 1er-Gruppe in die 2er- Kreisliga neue Unbekannte hervor. Der 46-Jährige war zuvor im Bamberger Raum als Kicker oder Trainer aktiv, dennoch hat er positive Erinnerungen an den heutigen Gegner: "Mit dem Bezirksliga-Team von Don Bosco Bamberg hielten wir in Gößweinstein vor etwa 15 Jahren ein Trainingslager ab. Wir trainierten zwar am SV-Gelände, waren aber im Ort untergebracht und hatten dabei viel Spaß. Beim Testspiel gegen den SV, das mit 4:4 endete, traf ein Spieler viermal. Er hieß Jens Zweck." Über den heutigen SV hat er sich informiert: "Klar macht man seine Hausaufgaben. Wir lassen uns selbst auch gar nicht vom derzeitigen Tabellenstand blenden. Schon gegen Rupprechtstegen sah man, wie schnell es gehen kann, wenn unkonzentriert gearbeitet wird. Vielleicht kam der Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt." Da Kapitän Matthias Schuhmann mit Knieproblemen eventuell ausfällt und Andreas Benning im Urlaub weilt, sei die Flügelzange gesprengt worden, deshalb müsse das System umgestellt werden. Zudem steht Thomas Eismann wegen einer Zahn-OP nicht zur Verfügung, auch Basti Häfner fällt mit einem Bänderriss aus. Martin ist daher bemüht, den Ball flach zu halten: "Wir hatten in den fünf Partien bereits vier Heimspiele. Der Sieg gegen Lauf ist erst dann etwas wert, wenn wir jetzt nachlegen. Natürlich wollen wir beim SV siegen, aber auswärts wäre ich auch mit einem Punkt zufrieden."


Kreisliga 1 ER/PEG

FSV Großenseebach - TSV Röttenbach
Wirklich angenehm ist der Blick auf die Tabelle für den FSV Großenseebach derzeit nicht. Nach fünf Spielen stehen gerade einmal drei Punkte zu Buche, zudem kassierte das Team von Trainer Udo Prell mit 17 Gegentoren die meisten der Liga. "Da waren viele dumme Abwehrfehler dabei. Daran müssen wir arbeiten und die Fehlerquellen schnell abschalten", sagt Prell. Allerdings habe der FSV bereits gegen viele Mannschaften gespielt, die die Saison wohl in anderen Tabellensphären abschließen werden. "In diese Kateorie ordne ich auch Röttenbach ein. Die sind viel stärker, als es die aktuelle Platzierung aussagt." Dennoch soll am Sonntag (15 Uhr) der zweite Saisonsieg eingefahren werden. "Wir müssen jetzt einfach wieder punkten", fordert Großenseebachs Trainer. "Aber die Qualität der einzelnen Röttenbacher Spieler ist sehr gut. Das wird für uns ein hartes Stück Arbeit." ham


Kreisklasse 1 ER/PEG

TSV Vestenbergsgreuth -SpVgg Heroldsbach
Der Saisonstart des TSV Vestenbergsgreuth verlief bescheiden. Die Mannschaft von Trainer Christian Nagengast fuhr aus den ersten vier Spielen nur zwei Punkte ein. "Wir haben eine riesige Verletztenliste und hatten zuletzt auch viele Urlauber. Dadurch mussten wir teilweise auf sieben, acht Stammspieler verzichten", erklärt der Sportliche Leiter Markus Brandt. "Aber so langsam lichtet sich das Lazarett und ich bin positiv gestimmt, dass es jetzt besser wird." Doch es wartet am Samstag (16.30 Uhr) mit der ungeschlagenen SpVgg Heroldsbach/Thurn ein harter Brocken. "Das ist ein unangenehmer Gegner, die Mannschaft ist kampfstark. Es wird sicherlich ein schweres Spiel für uns", weiß auch Brandt. ms


Kreisklasse 2 ER/PEG

FC Wichsenstein - SpVgg Reuth
Bloß nicht verlieren - das ist das Motto, mit dem beide Mannschaften am Sonntag (15 Uhr) in das Spiel gehen werden. Sowohl Wichsenstein als auch die Gäste von der Reuther Hut sind mit mäßigem Erfolg gestartet. Nach der für Spielertrainer Stefan Rubner überraschenden Niederlage gegen den Aufsteiger aus Pinzberg nimmt er seine Mannschaft in die Pflicht und fordert eine Leistungssteigerung gegenüber der bitteren 1:2-Heimniederlage: "Wir müssen eine Reaktion zeigen. Vor allem müssen wir von Anfang an den Kampf annehmen und in den Zweikämpfen präsent sein." hs


Kreisklasse 3 ER/PEG

SG Wolfsberg - TSV Gräfenberg
Die SG Wolfsberg/Geschwand kann mit der Punkteausbeute aus den ersten fünf Spielen nicht zufrieden sein. Die Leistungen der Truppe von Trainer Holger Feinermann sind noch zu inkonstant. "Ein Problem ist, dass wir die Mannschaft bis jetzt jeden Sonntag auf mehreren Positionen verändern mussten", moniert der Trainer, auch im Duell gegen den TSV Gräfenberg (Sonntag, 15 Uhr) werden wichtige Spieler fehlen. Neben Tobias Kukoll und Frank Distler ist Sebastian Egloffstein verletzt, auch Oliver Dümler sowie Florian Rückert können nicht dabei sein. "Von daher erwarte ich ein schweres Spiel, weil sich Gräfenberg gerade im Aufwind befindet." Dies sieht auch sein Gegenüber Daniel Rille so, der den TSV im zweiten Jahr trainiert. "Mit der Leistungssteigerung in den letzten Spielen bin ich zufrieden. Am Sonntag erwarte ich einen Gegner, der über das Kämpferische kommen wird." Dem wollen die Gräfenberger alles entgegensetzen, um beim "Gschwonda Wolfsrudel" die Punkte zu entführen. Übrigens: Das Spiel findet auf dem Sportplatz in Geschwand statt. uk



A-Klasse 3 ER/PEG

SV Langensendelbach - ATSV Forchheim
Nach zweimaligem Abstieg von der Kreisliga bis in die A-Klasse feiert der SV Langensendelbach nun in der A-Klasse 3 ER/PEG wieder Siege am Fließband: Vier Spiele, vier Siege, 20:5 Tore - so lautet die makellose Bilanz zum Saisonauftakt. Auch gegen den ATSV Forchheim (Samstag, 16 Uhr) soll die weiße Weste nichts von ihrer Reinheit verlieren. Am Kader des SVL hat sich im Grunde wenig verändert, das Team ist im Großen und Ganzen zusammengeblieben - und profitiert auch von den Erfahrungen, die in der Kreisliga und Kreisklasse gesammelt wurden. "Die Jungs sind jetzt alle zwei Jahre älter und damit auch erfahrener. Viele haben ja auch schon in der Kreisliga bei uns gespielt. Das merkt man natürlich", sagte Abteilungsleiter Bernd Ursprung. Die Rückkehr in die Kreisklasse sei natürlich das Ziel, ohne aber großen Druck auf die Mannschaft auszuüben. "Aber es ist doch klar: Wenn man zwei Mal absteigt, kann man in der A-Klasse nicht Platz 5 als Ziel ausgeben. Wir wollen aufsteigen, das ist doch logisch und konsequent." tsc


Kreisklasse Bamberg 2

ASV Aufseß - SC Heiligenstadt
Geht man nach der Historie, wird es eine klare Sache für den ASV: Seitdem Aufseß vor neun Jahren wieder in den Kreis Bamberg/Bayreuth gewechselt ist, gab es sechs Vergleich mit Heiligenstadt: Fünf Spiele gewann der ASV, nur eine Partie ging an den SC. Aber das ist Schnee von gestern, wenn die beiden Rivalen am Sonntag um 15 Uhr, pünktlich zur Kerwa, die Klingen kreuzen. In toller Form befinden sich beide und sind seit Wochen ungeschlagen. Heiligenstadt brillierte zuletzt mit 22:0 Toren in vier Spielen, allerdings gegen eher schwächere Gegner. Nun wartet eine Standortbestimmung, das gilt übrigens für beide Teams. Aufseß (sieben Gegentore) und Heiligenstadt (acht Gegentreffer) stellen die besten Abwehrreihen der Liga, allerdings ist der SC auch für seine Offensivstärke bekannt. "Wir müssen höllisch aufpassen, nicht in Konter zu laufen. Offensiv ist Heiligenstadt eine Macht", sagte ASV-Spielleiter Christian Rether, der in den kommenden Wochen leichtere Gegner erwartet. "Dann sind wir erstmal durch mit den Topspielen." Aber erst wartet noch der SC Heiligenstadt, und natürlich eine entsprechend große Kulisse zum Kerwa-Spiel. tsc