Der SV Gößweinstein in der Kreisliga 2 und die DJK Wimmelbach in der Kreisklasse 1 müssen nach unglücklichen Niederlagen wieder zittern. Im Dreikampf um die Meisterschaft in der A-Klasse 3 ließ sich Willersdorf vom 11:0 des SV Pretzfeld nicht beeindrucken und trumpfte ebenfalls auf.


Kreisliga 1 ER/PEG: TSV Röttenbach - DJK Eggolsheim 5:1

Die mit zwei Unentschieden zuletzt schwächelnden Röttenbacher hatten über Nacht die Tabellenführung an den SV Tennenlohe abgeben müssen, der sich am Samstag mit 4:0 gegen die Jahn-Reserve durchgesetzt hatte. "Mehr Druck haben wir dadurch nicht gespürt", versichert TSV-Coach Joachim Müller. "Es sind ja noch ein paar Spiel und mit dem direkten Duell haben wir es in der eigenen Hand", erklärt Müller. Winter-Neuzugang René Schrettenbrunner (12.) und Sebastian Eckel (24.) stellten die Weichen rasch auf Heimsieg.

"Zehn Minuten vor bis 15 Minuten nach der Pause haben wir aus unerklärlichen Gründen den Faden verloren", kritisierte Müller. Ralph Turnwald nutzte die Röttenbacher Schwächephase zum Anschlusstreffer, als eine Abwehraktion der Gastgeber misslang (50.). Ein Foulelfmeter von Stephan Baumüller (70.) brachte den TSV zurück in die Spur, ehe Manuel Kilger (78.) und Sebastian Gambel (88.) den Deckel drauf machten.


Kreisliga 2 ER/PEG: SV Gößweinstein - 1. FC Hersbruck 1:2

Wenn Gößweinstein zur Halbzeit mit drei oder vier Toren hinten gelegen wäre, hätte sich Jens Zweck nicht beschwert. "Hersbruck war klar besser", gab der SV-Spielertrainer zu. Den Führungstreffer holten die Gäste kurz nach Wiederanpfiff nach, als Réne Borgers zunächst im Abseits stand, aber passiv blieb, um anschließend einen Querpass zu verwerten (52.).

Jürgen Probst köpfte eine Ecke von Pablo da Silva zum 1:1 in die Maschen (77.). "Wir haben erst nach dem Ausgleich dagegengehalten und uns den Punkt allmählich verdient", erklärte Zweck. Doch Stefan Erhardt setzte sich in der letzten Minute energisch durch. "Da hätte man auch Foul pfeifen können", fand Zweck, der im Gegenzug auch noch am Pfosten scheiterte.


Kreisklasse 1 ER/PEG: TSV Vestenbergsgreuth - DJK Wimmelbach 1:0

90 Minuten lang hielt der Wimmelbacher Abwehrriegel stand. "Wir haben den Gegner zum Verzweifeln gebracht", erzählt Reinhard Marsching. Selbst die Gastgeber und einige Zuschauer seien der Ansicht gewesen, dass die DJK ein Unentschieden verdient gehabt hätte. Christian Fürstenhöfer war das egal, als er den Ball in der 91. Minute in den Torwinkel jagte.

Der Gästetrainer ärgerte sich weniger über den Zeitpunkt als über das Zustandekommen: "Unser Abwehrspieler Oliver Wölker will den Ball rausköpfen, wird aber mit Anlauf weggecheckt." Der Schiedsrichter soll gut gestanden, die Szene aber nicht gesehen haben. "Dass er grundlos sieben Minuten nachspielen lässt, zeigt aber, dass er ein schlechtes Gewissen hatte", findet Marsching.


Kreisklasse 2 ER/PEG: SpVgg Muggendorf - DJK Hallerndorf 0:5

Nicht nur Markus Schock war von dem Ergebnis überrascht, das der Tabellenvorletzte beim Drittletzten vor deren Platztausch zustande brachte. "Die Spieler haben mit ihrer Körpersprache aber von Anfang an gezeigt, dass sie die Partie unbedingt gewinnen wollen", erklärte der Hallerndorfer Spielertrainer. Ein wenig Glück habe den Gästen zusätzlich in die Karten gespielt. Denn nachdem Winter-Neuzugang David Friedrich beim 0:1 nach einer Ecke noch wuchtig köpfen musste (13.), unterlief der Muggendorfer Torwart Felix Bischoff die Flanke vor Friedrichs zweitem Kopfballtreffer (36.).

"Die SpVgg und vor allem ihr Keeper waren nach dem 0:2 total verunsichert und nervös", fand Schock. Konsequent und mit Glück, dass man in dieser Tabellenregion selten hat, erhöhten Michael Runda (52.) und Max Pfister (56.) jeweils per abgefälschtem Schuss, bevor Muggendorfs Johannes Stielper ein Eigentor zum Endstand unterlief (69.). Die einzige Chance der Hausherren entschärfte Schlussmann Thorsten Sailer kurz vor Schluss gegen Pascal Hofmann.


FC Wichsenstein - TKV Forchheim abgebr.

Hochkochende Emotionen haben das Spiel in der Schlussphase gehörig aus dem Ruder laufen lassen. In der 88. Minute brach der Schiedsrichter die Partie beim Stand von 1:1 auf Bitten von Serdar Kuygun ab. Der TKV-Spielertrainer hatte wie zwei seiner Teamkollegen (Erhan Gezici/19. und Göktug Ökcün/85.) glatt Rot gesehen. Der Schiedsrichter kam dieser Abbruch-Bitte nach, beruhigende Wirkung hatte diese Maßnahme auf einige Anwesende aber nicht: Die aufgeheizte Stimmung entlud sich teils in Beschimpfungen, teils wurde es handgreiflich. Aber: Viele wollten einfach nur schlichten. Die alarmierte Polizeiinspektion Ebermannstadt war mit etlichen Kräften vor Ort, letztendlich stellte sich der Tumult aber nicht so dramatisch dar wie befürchtet.

Nichtsdestotrotz kam es auf und neben dem Platz zu kleineren Körperverletzungen, die weitere Polizeiarbeit nötig machten. So unrühmlich das Ende auch war, sowohl der FC Wichsenstein als auch der TKV Forchheim stellen das gute Verhältnis untereinander heraus. Dafür sprechen die von den Hausherren zum Spiel angebotenen Lammbratwürste, aber auch die Tatsache, dass Akteure beider Klubs nach dem Spiel im Sportheim beisammen saßen und unaufgeregt über das Geschehene sprachen. "Das Ende war wirklich tragisch. Es wäre für alle Seiten wohl besser gewesen, wenn das Spiel mit einem 1:1 nach 90 Minuten geendet hätte", sagte FCW-Abteilungsleiter André Endres, dessen Team vom Sportgericht wohl bald die drei Punkte zugesprochen bekommt.

Für den TKV hat die Partie indes weitreichende Folgen: Gezici, Ökcün und Kuygun drohen mehrwöchige Sperren, womöglich sogar das Saisonaus. Kuygun zieht daraus Konsequenzen: "Fußball soll Spaß machen, den hat uns der Schiedsrichter mit seinen Entscheidungen genommen. Vermutlich schicken wir zu den verbleibenden Saisonspielen unsere Reserve. Effeltrich kann gerne Meister werden." tsc


Kreisklasse 3 ER/PEG: SpVgg Weißenohe - ASV Pegnitz II 1:0

Zum ersten Mal seit dem Saisonbeginn hat Weißenohe wieder zwei Spiele in Folge gewonnen. So rosig wie damals, als die SpVgg vom Relegationsplatz der Kreisklasse 3 grüßte, sieht es heute zwar nicht aus, doch Trainer Frank Büttner wusste: "Das war ein ganz wichtiger Sieg." Dass sein Team nach dem 1:0 gegen den direkten Konkurrenten Betzenstein auch gegen die Landesliga-Reserve als Sieger vom Platz gehen würde, war überraschend, aber nicht unverdient.

"Die Einstellung hat von der ersten Minute an gepasst. Wir waren nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch überlegen", lobte Büttner, der lediglich den ausgelassenen Chancen nachweinte. So mussten die Hausherren bis zum Schluss um das 1:0, das Johannes Gebhardt auf Querpass von Niklas Polster erzielt hatte (28.), bangen. Die unter ihren Möglichkeiten gebliebenen Pegnitzer waren aber nur durch Standards oder lange Bälle gefährlich.


A-Klasse 3 ER/PEG: DJK Willersdorf - SV Moggast II 7:0

Der Spitzenreiter fackelte nicht lange und ging durch Matthias Leisgang, der später zwei Treffer nachlegte, in Führung (10.). "Wir haben einen richtig sauberen Fußball gespielt", lobte DJK-Spielertrainer Michael Hobner seine Mannschaft. Der im Hinspiel noch fehlende Tobias Hofmann holte sein Erfolgserlebnis gegen die Kreisliga-Reserve vierfach nach und setzt sich in der Torschützenliste der A-Klasse 3 mit nun 25 Treffern ab.

Trotz komfortabler sechs Zähler Vorsprung auf die Nicht-Aufstiegs-Plätze traut Hobner seinen Jungs zu, die Lage richtig einzuschätzen: "Sie wissen, dass sie weiter hart arbeiten müssen. Es bleibt ein Dreikampf mit Pinzberg und Pretzfeld", sagt der 31-Jährige.