Gut fünf Wochen schweißtreibende Vorbereitung liegen hinter den Fußball-Frauen des TSV Brand. Am heutigen Freitag bestreitet der letztjährige Tabellensechste das Auftaktspiel der Bezirksoberliga. Wie schon die Männer in der Kreisliga 2 vor drei Wochen, die 50 Jahre TSV Brand zu feiern hatten, wird den Branderinnen diese Ehre aufgrund eines Jubiläums zuteil: Seit 40 Jahren gibt es Frauenfußball im Eckentaler Verein. Zu Gast ist um 19 Uhr der FV Dittenheim. Die Gäste waren in der Saison 2014/2015 aus der BOL abgestiegen und kehrten dieses Jahr als Meister der Bezirksliga Mittelfranken 2 zurück.

Die Vorbereitung durchliefen die Schützlinge von Trainer Manuel Karger nicht allein, sondern mit einer neuen zweiten Mannschaft, die eine Woche später in der Kreisklasse 2 auf Punktejagd gehen wird. Die Reserve besteht fast ausschließlich aus Spielerinnen der letztjährigen U17. Ziel sei es, die jungen Akteure an den Damenbereich heranzuführen und in der BOL-Mannschaft zu integrieren. Daher gab es bereits einige gemeinsame Trainingseinheiten. In Testspielen durfte die ein oder andere bereits bei den "Großen" ran. Auch im Trainingslager in Thuisbrunn waren einige Mädels aus der Reserve dabei.


Drei Einheiten pro Woche

In der Vorbereitung spulten die Branderinnen drei Einheiten pro Woche sowie am Wochenende ein bis zwei Spiele ab. Mädels, die gedacht hatten, es würde entspannt losgehen, hatten sich getäuscht. Bereits in der ersten Vorbereitungswoche stand der gefürchtete Cooper-Test auf dem Programm, um herauszufinden, auf welchem konditionellen Level die Spielerinnen sind. Trotz zahlreicher Laufeinheiten stand das Spielerische mit Ball im Vordergrund.

Wesentlicher Bestandteil des Trainingslagers in Thuisbrunn waren Taktikschulungen und für das sogenannte Teambuilding Kanufahren auf der Pegnitz. Die Testspiele des BOL-Teams verliefen zufriedenstellend. Es wurde viel ausprobiert und getestet, aber auch gewonnen. Gegen den letztjährigen Ligakonkurrenten Dittenheims, den SV Pfaffenhofen, führte ein spätes Tor zum 3:2-Sieg. Gegen den Landesliga-Aufsteiger Schwabthaler SV unterlag der TSV trotz spielerischer Überlegenheit aufgrund zweier Kontertore mit 0:2.

Nur 24 Stunden später schlug Brand den BOL-Absteiger TSV Frauenaurach mit 5:2. Auch der andere letztjährige Kontrahent, der den Gang in die Bezirksliga antreten musste, wurde bezwungen. Zum Abschluss des Trainingslagers triumphierte die Karger-Elf mit schweren Beinen gegen die SpVgg Hüttenbach deutlich mit 6:0. Ausgerechnet am Kerwas-Freitag reichte es gegen die SpVgg Stegaurach (Zweiter der BOL Oberfranken) lediglich zu einem 2:2.


Pokal-Aus in der ersten Runde

Die Generalprobe für die Liga ist dem TSV allerdings misslungen: Der Bezirkspokalsieger ging in der ersten K.-o.-Runde auf Verbandsebene beim Landesligisten SV Reitsch mit 0:6 unter. Am heutigen Freitag kann es eigentlich nur besser werden.

Eine Woche und zwei Tage nach Brand wird es für den FC Schlaifhausen ernst, der in seine dritte Saison in der Bezirksliga geht. Nach einem siebten und einem vierten Platz ist das vermeintlich logische Ziel von Trainer Kurt Finze aber nicht der Titel. "Wir wollen erneut so schnell wie möglich den Klassenerhalt schaffen", sagt der seit März 2013 amtierende Coach.

Auch der FC bekommt es zum Auftakt zu Hause mit einem Aufsteiger zu tun. Die dritte Mannschaft des 1. FC Nürnberg wird am Sonntag, 4. September, einen berühmten Namen, aber wohl kaum mehr als eine Handvoll Zuschauer an den Fuß des Walberlas bringen. Die beiden Mannschaften standen sich erst vor zwei Wochen in einem Testspiel gegenüber, das die Schlaifhausenerinnen mit 5:3 gewannen. "Beide waren nicht komplett, von daher hat die Partie wenig Aussagekraft", warnt Finze trotzdem. red/rup