Seine voraussichtlich vorletzte Reise im Kalenderjahr 2013 führt den Infranken-Kick am Sonntag um 14.30 Uhr zum 1. FC Burk, der auf die SpVgg Zeckern trifft. Der frühere Bezirksoberligist hat die letzten drei Spiele gewonnen und sich auf Rang 3 der Kreisliga 1 zurückgearbeitet. Vor allem der Auswärtssieg beim bis dahin verlustpunktfreien Tabellenführer Herzogenaurach sendete ein Ausrufezeichen an die Konkurrenz um die begehrten Aufstiegsplätze. Diese scheinen mittelfristig aber an Herzogenaurach und die Überraschungsmannschaft aus Adelsdorf vergeben zu sein. Zusammen mit Adelsdorf stieg Zeckern als Meister der Kreisklasse 1 auf. Dem Pokalschreck des jüngsten K.o.-Wettbewerbs wurde eine Liga höher einiges zugetraut. Mit nur zwei Erfolgen aus den ersten neun Partien musste der Saisonstart allerdings in die Kategorie "ausbaufähig" gesteckt werden.
Glänzend führte sich dagegen der FC in seine siebte Kreisliga-Spielzeit in Folge ein. Fünf Siege - unter anderem ein 2:1 gegen Zeckern - und ein Unentschieden bedeuteten ein wochenlanges Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem jetzigen Führungsduo. "Wirklich überzeugt haben wir da allerdings nicht", schränkt Markus Ammon ein. "Es war abzusehen, dass das nicht ewig gut gehen kann", meint der Burker Spielertrainer mit Blick auf die Durststrecke, die dann folgte. Nämlich Niederlagen gegen Kirchehrenbach, Niederndorf und Eggolsheim sowie Punkteteilungen mit Röttenbach und Adelsdorf.

Erst die eigene Kirchweih brachte den Erfolg ins Seetalstadion, wie die Burker ihre Spielstätte nennen, zurück. Die Jahn-Reserve wurde knapp mit 2:1 geschlagen. "Es fällt auf, dass wir uns gegen die großen Gegner leichter motivieren können als gegen die vermeintlich schwächeren", erzählt der ehemalige Spielertrainer des Forchheimer Bayernligisten. Ein Knackpunkt war für den 39-Jährigen der verletzungsbedingte Ausfall von Deniz Demirsayar. "In den fünf Wochen ohne unseren Sechser gab es für uns nichts zu erben", hat Ammon bemerkt.

Ein Sieg zum Jahresabschluss

Das magere Pünktchen bei Abstiegskandidat Langensendelbach ließ dann erneut Zweifel an den Aufstiegsambitionen des hochkarätig besetzten Teams aufkommen, doch der Coup bei den "Pumas", umrahmt von Pflichtheimsiegen gegen Poxdorf und BSC Erlangen, hat den FCB mit nun 31 Zählern wieder einigermaßen auf Kurs gebracht. Zum Jahresabschluss gegen den Aufsteiger verlangt Ammon einen weiteren Dreier: "Zeckern hat zwar erst 23 Gegentore kassiert, aber wir haben unsere letzten Spiele ordentlich über die Bühne gebracht. Und daran wollen wir anknüpfen."

Mit elf Punkten, aber auch zwei Begegnungen weniger auf der Habenseite dümpelt Zeckern zwar im Niemandsland der Tabelle herum, doch bis Mitte Oktober las sich das Tableau für den Aufsteiger noch deutlich unangenehmer. "Wir hatten eine schlechte Vorbereitung mit vielen Verletzten. In der Anfangsphase mussten wir teilweise auf acht Stammkräfte verzichten", klagt Lars Daniel. Angesichts dieser Personalsituation müsse man mit dem bisherigen Verlauf eigentlich zufrieden sein, findet der Coach der Erlangen-Höchstädter. Das Lazarett habe sich zuletzt zwar etwas gelichtet, doch mit Co-Trainer Bastian Händel, Johannes Göpfert, Georg Niklas und Felix Derrfuß fallen immer noch wichtige, überwiegend defensiv ausgerichtete Spieler aus. Ramadan Chousein und Michael Glaser seien nach längeren Absenzen zudem noch nicht bei 100 Prozent angelangt.

"Aber wir wollen nicht jammern. So einen Lauf wie letztes Jahr, als wir trotz Doppelbelastung durch die Pokalerfolge von Ausfällen weitgehend verschont geblieben sind, hat man eben nicht immer", weiß der 40-Jährige. Bei der Größe des Zeckerner Kaders sei das allerdings nicht so leicht zu kompensieren. Deshalb sehnt der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann die Winterpause herbei, in der die SpVgg auf Hallenturniere verzichten wird. Zunächst muss aber noch das erste Auswärtsspiel seit fünf Wochen überstanden werden. Überstehen? Die Rolle des Underdogs schreibt der wegen einer Bandscheiben-OP nur noch sporadisch auflaufende Daniel seiner SpVgg nur auf dem Papier zu. "Wir haben Potenzial und können auch Fußball spielen. Zudem wollen meine Jungs die Hinspielniederlage wettmachen", kündigt der wohnhafte Zeckerner ein Duell auf Augenhöhe an.