VfB Forchheim -
SV Buckenhofen 34:26
Die Gäste zeigten hohe Laufbereitschaft und unbändigen Einsatzwillen und gingen folgerichtig in Führung. Vor allem Markus Hübenthal setzte sich mit starken Einzelaktionen durch. Der VfB-Trainer Elmar Ehrich analysierte: "Wir waren kurzzeitig überrascht über die offensive Abwehrvariante und haben hinten auch noch nicht so fest gestanden."
In dieser Zeit parierte der SVB-Torwart Florian Zündt fünf freie Würfe. Doch mit zunehmender Spieldauer veränderte sich das Spiel komplett. Dominic Hecht im VfB-Trikot übernahm immer wieder Verantwortung, schaffte mit einem Doppelschlag den 2:2-Gleichstand (7). Noch einmal gelang den Gästen durch Hübenthal die Führung (2:3/8.), die erneut Hecht neutralisierte.
Nach 13 Minuten sorgte dann Philipp Wolf , der zuvor einige Fehlwürfe hatte, mit einem Doppelpack zum 5:3 für die VfB-Führung. Ehrich meinte: "Philipp ist ein Typ, der sich durch solche Fehler nicht entmutigen lässt, das spricht für sein Selbstbewusstsein und seine Qualität."
Die Hausherren gaben während die Führung nicht mehr aus der Hand. Der SVB-Angriff kreuzte zwar fleißig weiter vor der nun stabileren VfB-Defensive, schaffte es aber nun seltener, sich Lücken für einen freien Wurf zu erarbeiten. Und wenn ein Wurf durchkam, dann war Schlussmann Michael Schmitt auf dem Posten.
Dennoch: Ein Vier-Tore-Vorsprung (10:6/20.) des VfB schmolz langsam, aber sicher auf einen Treffer (12:11/28.) zusammen. In dieser Phase setzte sich auf SVB-Seite Thomas Sainz Derut mehrmals gut in Szene.Eine numerische Überlegenheit (6:5, 6:4; 6:3) nutzte dann der VfB durch Dominic Hecht und Thomas Ihrke zur 14:11-Pausenführung.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs versuchten die "Buckis" es mit ihrer robusten Spielweise erneut, den VfB zu überraschen. Sie machten aber nur ein Tor gut (17:15/38.). "Wir haben nun mal mit Hecht, Wolf, Radina und Hallmann das individuell stärkere Team", sagte VfB-Trainer Ehrich, wir hatten eine Gegenlösung parat."
Mehr Ballgewinne und schnellere Aktionen brachten den Forchheimern auch den Torerfolg (23:17/45.). Der Coach ergänzte: "Uns war bekannt, dass die Buckenhofner die erste Viertelstunde nach der Pause noch einmal mit hoher Intensität spielen, dass sie dann aber sukzessive abbauen." Auch eine zeitweilige offene Deckung gegen Hecht brachte den VfB nicht aus dem Rhythmus.
Am Ende war die Partie zerfahren. Beim SVB konnte sich in der Schlussphase Rechtsaußen Christoph Mach als vierfacher Torschütze eintragen. Spielertrainer Florian Schindler konnte in der letzten Viertelstunde dem Spiel seiner Mannschaft keine neuen Impulse mehr geben. Der SVB-Trainer sah das Nachlassen seines Teams in der "zu dünnen Personaldecke" begründet.
Ehrich meinte zum Gegner: "Die 'Buckis' haben keine schlechte Mannschaft, sie muss nur lernen, mit ihren Kräften 60 Minuten besser hauszuhalten." Der VfB-Trainer war mit der Vorstellung seiner Mannschaft rundum zufrieden. Im Team fehlten noch bewährte Kräfte wie Benjamin Krämer (verletzt), Bernd Zuber (gesperrt), Matthias Ochs und Julius Zitzmann (verletzt).

Statistik


VfB Forchheim: Schmitt, Marx, Wagner - Radina 8/3, Gieck 1, Wackersreuther, Kiesel 1, Hallmann 4/1, Wolf 11/1, Hecht 8, Fürch 1
SV Buckenhofen: Zündt, Reuschl - Noppenberger, Brütting 3, Feichtinger, Dürrbeck 8/5, Deittert, Mach 4, Hübenthal 5, Sainz Derut 4, Schindler 2
Schiedsrichter: Scherzer, Bauer (Weidhausen)
Zuschauer: 300
Zeitstrafen: 3/7