Die Aufgabe beim Tabellenletzten hatten sich die Buckenhofener Frauen, die als eines der wenigen Handball-Teams der Region im Einsatz waren, leichter vorgestellt. Der SV Tennenlohe forderte seine Gäste über die gesamte Spielzeit, ließ sich nie abschütteln. Letztlich sprang dennoch ein ungefährdeter Sieg heraus. Nach vier von sechs Hinrundenpartien thront der Absteiger in der Bezirksliga mit großem Abstand an der Spitze - und das nicht nur, weil die Konkurrenz weniger Spiele absolviert hat.


SV Tennenlohe  - SV Buckenhofen 22:29

Die Anfangsphase gestaltete sich lebhaft. Beide Seiten ließen den Ball flott durch die Reihen laufen und gleich in ihrem ersten Angriff erzielten die Hausherrinnen per Strafwurf das 1:0. Anna-Lena Brütting glich aus, die nächste und letzte Führung der Tennenloherinnen (2:1) egalisierte Lena Knauer nach schnellem Angriff über die Mitte, per Gegenstoß sicherte sie anschließend erstmals die Führung der Buckis - nur drei Minuten waren da gespielt.

Und es ging munter weiter. Die Buckenhofenerinnen waren immer dann erfolgreich, wenn sie ihr schnelles Umschaltspiel einsetzen konnten, die SVT-Damen bevorzugten eher die langen Angriffe über das Positionsspiel, warteten geduldig, bis sich eine Lücke öffnete. So kamen sie in der zehnten Minute auch wieder zum Gleichstand (6:6).

Danach traf erstmals die an diesem Tag beste Buckenhofener Werferin: Katharina Heinrich erhöhte auf 8:6. Brütting legte nach und fünf Minuten vor der Pause hatten die Buckis einen schon etwas deutlicheren Vorsprung herausgeworfen. Das 13:8 erzielte Katharina Anderl. Diesen komfortablen Abstand behaupteten die Gäste bis zur Pause (11:16).

Kurios war der erste Treffer nach Wiederbeginn: Ein Anspiel auf Rebecca Wirth am Kreis verhinderte die Tennenloher Abwehrspielerin mit einem entschlossenen Stoß gegen den Ball, den sie mit dieser Aktion jedoch ins eigene Tor beförderte. Beim 11:18 schien sich der Tabellenstand auch im Ergebnis niederzuschlagen. Vielumjubelt vom Bucki-Anhang war der 20. SVB-Treffer, erzielt von der 17-jährigen Johanna Schnell - ihr erstes Tor bei den Damen.

Doch die Tennenloherinnen demonstrierten, dass sie um ein Vielfaches besser sind, als es die null Punkte nach bis dahin zwei Begegnungen nahelegten. Nach zehn Minuten im zweiten Durchgang hatten sie den Pausenabstand wiederhergestellt (15:20). Auch Mitte dieser Halbzeit war der Vorsprung der Buckis unverändert (18:23). Speziell im Positionsspiel taten sich die Schützlinge von Trainer Alexander Hankel schwer, in der beweglichen SVT-Abwehrreihe fanden sich kaum Lücken. Chancen bekamen sie vorwiegend über die zweite Welle und die schnelle Mitte.


SVT nutzt Unaufmerksamkeiten

Auf der anderen Seite stand die Abwehr grundsätzlich sicher, nach den langen Angriffen des SVT gab es aber immer wieder kleine Unaufmerksamkeiten, die von den Rückraumwerferinnen konsequent genutzt wurden. Zwischendurch schaffte Veronika Knust zwar das 18:24, die fünf Tore Abstand zum Kabinengang hatten in der 50. Minute (19:24) jedoch genauso Bestand wie fünf Zeigerumdrehungen vor dem Ende (21:26). Der Sieg der Buckenhofener Damen geriet also zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.

Franziska Schroll erhöhte den Vorsprung erneut und Heinrich stellte mit ihren Treffern Nummer 9 und 10 den 22:29-Endstand her. Hankel war mit dem Resultat zufrieden, bemängelte jedoch, dass seine Damen angesichts des Tabellenstands nicht mit letzter Konsequenz zu Werke gegangen seien und so zu spät für wirklich klare Verhältnisse gesorgt hätten. hgum
SVB: Krieg, Wilutzky - Anderl (3), Brütting (6/2), Heinrich (10), Henke, Knauer (3), Knust (1), Schnell (1), Schroll (2), Wirth (3)