Angeführt von Adem Selmani hat die SpVgg Jahn Forchheim das erste Duell mit Alemannia Haibach in der Relegation zur Fußball-Bayernliga klar für sich entschieden. Türöffner war ein Platzverweis gegen die Gäste und ein abgefälschter Freistoß zum 1:0. Doch der Torschütze zum 3:0 und FC-Barcelona-Fan Selmani warnt: " Wir wissen, was Paris im Rückspiel passiert ist. So dumm dürfen wir uns nicht anstellen."


SpVgg Jahn Forchheim - SV Alemannia Haibach 4:0

Da den Kassierern das Wechselgeld ausging, mussten einige der gut 500 Zuschauer etwas länger auf den Zutritt zum Jahn-Gelände warten. Der Schiedsrichter winkte die schon am Spielfeldrand bereitstehenden Akteure deshalb vorübergehend zurück in die Kabinen, ehe er die Partie mit etwa zwölf Minuten Verspätung anpfiff. Viel hätten die Anhänger nicht verpasst, lediglich Kapitän Andi Mönius und Max Bauernschmitt näherten sich mit Schüssen dem Haibacher Gehäuse. Der Gegner war in seinen Offensivaktionen aber noch harmloser.

Allmählich machte der Jahn mehr Druck. Vor allem Steffen Müller brachte über links Unordnung in die SV-Hintermannschaft. Die wohl entscheidende Szene passierte in der 42. Minute: Nach einem Abschlag von SpVgg-Keeper Marcus Kredel drehte sich David Mai aus einem Zweikampf gegen Tobias Schrod heraus und lief Richtung Tor, was der Verteidiger mit leichtem Halten unterband. Streng, aber korrekt entschied der Referee nicht nur auf Freistoß, sondern auch auf Notbremse.

Mit Glück, weil von der Mauer abgefälscht, bugsierte Mönius die Kugel zum 1:0 ins Netz. Pures Können war dafür der zweite Treffer, den Tobias Eisgrub zur Grundlinie laufend für David Mai vorbereitete. "Mit der Roten Karte und dem abgefälschten Freistoß sowie dem 0:2 mit dem Halbzeitpfiff ist es dumm gelaufen. Deshalb musste ich umstellen und habe Christian Breunig zur Pause raus", erklärte SV-Coach Slobodan Komljenovic. Sein bester Stürmer war ohnehin kaum aufgefallen.


Zwei Mal in den Haibacher Torwinkel

In der zweiten Hälfte suchte der Jahn die Entscheidung. Mai scheiterte zunächst am Alemannia-Torwart Kristijan Ivkic, dann schoss er einen Haibacher Verteidiger auf der Torlinie an, nachdem der Keeper bereits geschlagen war. Doch auf Selmani war Verlass. Aus 30 Metern zimmerte er den Ball zum 3:0 in den Winkel (70.). "Bevor ich einen blöden Abspielfehler mache, haue ich lieber drauf", sagte er später. Auch der letzte Treffer des Tages war sehenswert, als Maxi Göbhardt eine Hereingabe von Selmani gegen die Laufrichtung des Torwarts volley abfasste (82.).

Auch wenn David Mai allein auf Ivkic zulaufend sogar das 5:0 auf dem Fuß hatte (86.), übte sich Komljenovic in Durchhalteparolen: "Wir glauben daran, dass wir im Rückspiel vier Tore schießen können. Wir werden uns bis Samstag etwas überlegen. Mit Tobias Schrod, der dann gesperrt sein wird, hat der ehemalige Profi von Eintracht Frankfurt, FC Kaiserslautern und 1860 München allerdings eine Option weniger.