Zwei Kellerkinder mit unterschiedlichen Tendenzen: Während der 1. FC Burk unter seinem Interimstrainer Birol Aksoy auf einen neuen Schub hofft, ist Eggolsheim im neuen Jahr gut unterwegs. Am Sonntag um 15 Uhr kommt es beim InFranken-Kick zum richtungsweisenden Derby.

1. FC Burk (12.) -SV-DJK Eggolsheim (14.)
Der FC Burk hatte unter der Woche die Reißleine gezogen und sich von Trainer Thomas Oppelt getrennt. Als Nachfolger fungiert bis Saisonende mit Birol Aksoy ein ganz erfahrener Trainer, der lange Zeit bei der SpVgg Jahn Forchheim aktiv war und den heutigen Landesligisten auch schon trainierte. "Das kam schon sehr überraschend für mich", sagt der neue Übungsleiter, der sich das letzte Spiel seiner neuen Mannschaft schon angesehen hatte. Einen glücklichen Punktgewinn hat Aksoy im Derby gegen Buckenhofen (1:1) gesehen, auch weil die Buckis viele Chancen liegen ließen. "Der Mannschaft fehlt einfach Selbstvertrauen nach der langen Niederlagenserie", erklärt der 46-Jährige, der deswegen unter der Woche vor allem versucht hat, mit Einzelgesprächen die Spieler wieder aufzurichten. "Das sind alles gute Kicker, die einfach wieder ein Erfolgserlebnis brauchen", schiebt Aksoy nach.

Dabei hat der Übungsleiter nicht nur das Kellerduell gegen Eggolsheim im Blick, sondern auch die beiden folgenden Spiele. Danach geht es gegen Dechsendorf und Hemhofen, Gegner also, die auf Augenhöhe sind. "Jetzt geht es dreimal gegen direkte Konkurrenten, gegen die wir punkten wollen." Die Liga selbst kennt der neue Trainer eher wenig. Zwar hat Aksoy regelmäßig die Tabelle betrachtet. Nachdem der ehemalige Mittelfeldspieler allerdings zuletzt in Trailsdorf aktiv war, lag der Schwerpunkt der Fußballbeobachtung natürlich im Bamberger Raum.

Während Burk seit November eine beispiellose Niederlagenserie hinlegte, sieht es in Eggolsheim nach der Winterpause deutlich besser aus. Immerhin zehn Punkte konnte die Dachwald-Truppe im neuen Jahr sammeln und hat den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze geschafft. Kein Wunder, dass der Gast mehr Selbstvertrauen hat. "Wir sind im Moment gut drauf und haben aus den letzten Spielen unsere Punkte geholt", sagt Spielleiter Matthias Gösswein, der allerdings den Gegner schwer einschätzen kann - auch aufgrund des Trainerwechsels. "Das kann immer einen Schub auslösen in einer Mannschaft. Allerdings hat Burk seit Oktober keinen Sieg mehr geholt, das lag sicherlich nicht nur am Trainer. Daher ist es uns eigentlich egal, wer da draußen steht, wir müssen nur auf uns schauen", schiebt Gößwein nach, der aber auf die vielen guten Einzelspieler des FC verweist. Personell sieht es bei Eggolsheim bis auf die Langzeitverletzten - unter anderem fehlt der Bayernliga-erfahrene Georg Neudecker weiterhin wegen Knieproblemen - relativ gut aus. Lediglich Spielertrainer Tobias Dachwald und Jonas Roppelt sind angeschlagen. "Da müssen wir bis Sonntag abwarten, ob es geht", so Gößwein. Egal wie, die DJK will gewinnen und die Abstiegsplätze verlassen. BB