Ein Topspiel der Superlative: Vier Spieltage vor Schluss gastiert die SpVgg Heroldsbach (1.) im InFranken-Kick aus der Kreisklasse 2 beim TSV Ebermannstadt (2.). Beide Mannschaften stehen punktgleich an der Tabellenspitze, die stabilste Defensive empfängt den zweitbesten Angriff. Die Vorfreude auf die Partie am Sonntag um 15 Uhr ist grenzenlos, speziell die Gäste sorgten schon im Vorfeld für die perfekten Rahmenbedingungen.


Kreisklasse 2 ER/PEG

TSV Ebermannstadt (2.) - SpVgg Heroldsbach (1.)
Die SpVgg Heroldsbach macht mobil. Eigens für das Spitzenspiel organisierten die Gäste einen Fanbus, der prallgefüllt mit zahlreichen Anhängern den Weg nach Ebermannstadt einschlagen soll. "Wir freuen uns auf einen Bus voller verrückter Hellsboch-Fans", heißt es auf der Facebook-Seite des Vereins, und Abteilungsleiter Daniel Bleisch hofft auf großen Anklang unter der Anhängerschaft. "Die Aktion war sehr spontan. Einer unserer Jugendtrainer ist Busfahrer, und da wir mit vielen Zuschauern rechnen, dachten wir, wir fahren mit dem Bus vor", erklärt Bleisch: "Ich hoffe, wir bekommen ihn voll."

Zusätzliche Unterstützung erhalten die Gäste von der eigenen Reserve. Für das Kreisklassen-Topspiel wurde die Anstoßzeit der zweiten Mannschaft extra um eine Dreiviertelstunde nach vorn verlegt. "Von der Zweiten sind auch immer viele mit dabei, das Interesse ist groß. Daher haben wir den Anpfiff früher angesetzt, damit sie rechtzeitig in Ebermannstadt sein können", sagt Bleisch. Die Rahmenbedingungen für ein Fußballfest sind geschaffen, zumal Heroldsbach personell nahezu vollständig anreist. Einzig der Langzeitverletzte Marcel Mideck fehlt der Spielvereinigung, er laboriert an einer schweren Knieverletzung. Für Sonntag überwiegt Optimismus und Vorfreude, Bleisch erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. "Um die herausragenden Patrick Hutzler und Alexander Kapp haben sie ein starkes Team gebaut. Am Sonntag treffen die konstantesten und stärksten Mannschaften aufeinander. Ich denke, dass es beide unter sich ausmachen werden."

An eine Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen glaubt der Abteilungsleiter dennoch nicht. "Es sind danach noch drei Spiele, besonders in der Rückrunde kommen immer die kuriosesten Ergebnisse zustande. Dennoch schafft ein Sieg die perfekten Voraussetzungen, wir wollen daher keinesfalls als Verlierer vom Platz gehen", weiß Bleisch: "Derartige Spiele sind immer etwas Besonderes und wir gehen natürlich mit einer gewissen Euphorie in die Partie."

Auf der Gegenseite teilt Heimtrainer Roland Beck die Vorfreude, wenngleich sich die personelle Situation alles andere als rosig gestaltet. Maximilian Striegl sowie Marvin und Christopher Wunder fallen definitiv aus, hinter den Einsätzen von Marcel Heinemann, Benedikt Jungwirth und Jonas Gräbner stehen Fragezeichen. "Seit drei Wochen ist die personelle Situation schwierig, trotz allem erwarte ich ein Spiel auf Augenhöhe", gibt der 40-Jährige zu verstehen. "Bereits das Hinspiel, das wir mit 0:1 verloren haben, war eine knappe Angelegenheit, auch am Sonntag können Kleinigkeiten entscheiden."

Respekt hat auch der TSV-Trainer vor seinen Kontrahenten, Heroldsbach sei eine homogene und schwer zu bespielende Mannschaft. "Wir wissen um die Stärken des Gegners und wollen das Spiel offensiv angehen", so die Marschroute des Übungsleiters. Ähnlich wie Bleisch ist auch Beck der Überzeugung, dass die Meisterschaft keinesfalls an den Ausgang des Spiels gekoppelt ist. "In den verbleibenden Spielen kann noch viel passieren. Die Liga ist sehr ausgeglichen, daher wird am Sonntag definitiv keine Entscheidung fallen."

Neben aller Brisanz und Bedeutung hat die Konstellation auch für Beck einen besonderen Reiz. Ein Topspiel mit zwei Spitzenteams auf Augenhöhe in der entscheidenden Phase der Saison ergibt sich nicht alle Tage, umso erwartungsvoller blickt der TSV-Trainer diesem Highlight entgegen. "Auf solche Spiele arbeitet ein jeder hin, deswegen spielt man Fußball. Wir freuen uns darauf, natürlich wollen wir am Ende den direkten Weg aus der Kreisklasse nehmen." mho