Mit einem 4:1-Heimerfolg in der Kreisklasse 2 gegen den Aufsteiger FC Dormitz hat die DJK Wimmelbach das Schiff wieder auf Kurs gebracht. Bei diesem Spiel stach nicht nur ein Spieler ins Auge, der alle vier Treffer erzielt hat, die Zuschauer konnten darüber hinaus auch das Debüt des neuen Übungsleiters mitverfolgen.

Die DJK verpflichtete als neuen Trainer Markus Schock, der die Nachfolge von Dieter Stettner antritt. Gegen Dormitz saß der neue Mann bereits auf der Bank saß. Als der 43-Jährige noch selbst auf dem Platz stand, war er als Freistoßexperte über die Grenzen des Landkreises hinweg bekannt. Er coachte als Spielertrainer unter anderem die SpVgg Heßdorf in der Bezirksoberliga und den TSV Röttenbach in der Bezirksliga. Danach ging es auf die Trainerbank von Hertha Aisch, zuletzt war Schock bei der DJK Hallerndorf als Trainer aktiv. Dort folgte die Trennung im Frühjahr 2015. Etwa eineinhalb Jahre später ist der erfahrene Mann nun zurück auf der Fußballbühne, wird in Wimmelbach aber nicht mehr auf dem Feld stehen, sondern die Geschicke von außen lenken und leiten.

Teammanager und Interimstrainer Sebastian Sawinsky spricht bei der Verpflichtung von Markus Schock von einem Glücksfall für den Verein: "Der Name Markus Schock war schon immer in unseren Köpfen drin. Wir erhoffen uns, Stabilität in den Verein zu bekommen und sind froh, ihn für uns gewonnen zu haben." Die Sehnsucht nach einer langfristigen Lösung war groß. "Wir wollen mit ihm nun für die Zukunft etwas aufbauen", so Sawinsky.


Frischer Wind

Bei seinem ersten Auftritt war nach der Ansprache des neuen Coaches sofort eine Euphorie zu spüren. "Markus hat die Jungs top eingestellt und soll seine Fachkenntnis weitergeben", sagt Sawinsky. Gegen Dormitz geriet Wimmelbach zwar bereits nach zehn Minuten mit 0:1 in Rückstand, danach habe jedoch niemand den Kopf in den Sand gesteckt. Und tatsächlich schlug danach die Stunde eines Spielers, der neu im Dress der DJK Wimmelbach ist. Ricardo Bauer, zuvor bei Kickers Erlangen oder Frauenaurach am Ball, glich den Rückstand in der 19. Minute aus, traf zur Führung (54.), erhöhte auf 3:1 (73.) und markierte per Elfmeter den 4:1-Endstand (83.). Dass der 22-Jährige ein starkes Spiel absolvierte, will Sawinsky nicht bestreiten, stellt aber lieber die Mannschaftsleistung in den Vordergrund: "Ricardo war stark, er hat aber auch vom gesamten Team profitiert."