Sie war eine von 1210 Athleten aus 500 Vereinen, die an drei Tagen um Meisterschaftsehren und Platzierungen kämpften. Die Betzensteinerin hatte sich mit einer Zeit von 5:17,11 Minuten als Bayerische Meisterin qualifiziert. Sie steigerte sich im Rheydter Stadion um sieben Zehntelsekunden auf eine neue persönliche Bestleistung von 5:10,78. Angesichts der ausgezeichneten Hinderniskonkurrenz, die von Jahr zu Jahr immer anspruchsvoller wird, holte die Gymnasiastin die für sie bestmögliche Platzierung heraus.
Von den gemeldeten 22 Athletinnen standen 18 am Start. In dem Rennen ging es eng, jedoch fair an den 15 Hindernissen zur Sache. Wirth lief selbstbewusst im ersten Drittel des Feldes und präsentierte sich in ausgezeichneter Form. Sie lag zwischenzeitlich auf Rang 6. Zeitweise schien sogar der Oberfränkische Rekord ihrer Schwester Lisa aus dem Jahr 2008, der bei 5:09,88 liegt, zu wackeln.
Eingangs der letzten Runde sprengte die spätere Siegerin Tanja Spill (4:49,06) vom LAV Bayer Uerdingen/Dormagen mit einer Tempoverschärfung das verbliebene Führungsquartett. Dahinter wurde unerbittlich um die Plätze gekämpft. Bei Babinja Wirth machten sich jetzt die schnellen Durchgangszeiten bemerkbar.

Schrecken am letzten Graben


Eine schon sehr kraftlose Landung am letzten Wassergraben auf allen Vieren versetzte der mitgereisten Familie einen Schrecken. Das Aufstehen und wieder Loslaufen dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Hier verlor Babinja den neunten Platz und etliche Sekunden.
Dennoch war Babinja Wirth, die bis zum Umfallen kämpfte, mit der persönlichen Bestzeit hochzufrieden. Die zweite Läuferin aus Bayern, Julia Neißwirth von der SG Siemens Amberg, belegte in 5:19,55 Minuten Rang 14.