Nach drei Jahren ließ sich Patrick Rauch vom Studienkollegen überreden, zum SC Uttenreuth zu wechseln. Ein halbes Jahr später war der Kumpel plötzlich weg. Doch der 24-Jährige hat sich auch ohne Christoph Arnold beim Kreisligisten eingelebt und sich bereits hohe Ziele gesteckt. Eine Racheaktion hat der Neu-Tennenloher am Sonntag ohnehin nicht zu befürchten.

Wer hat Sie angespielt?
Patrick Rauch: Christoph Arnold, mit dem ich in Erlangen Sport studiere. Er hat mich - seit ich 2011 nach Erlangen gezogen bin - in jeder Wechselperiode angesprochen, ob ich nicht zum SCU wechseln will. Letzten Sommer hat es sich schließlich ergeben. Im Winter ist er wegen Differenzen mit dem Trainer aber zum SV Tennenlohe gegangen.

Morgen treffen die Klubs aufeinander. Muss Christoph froh sein, dass Sie verletzt ausfallen?
Nein. Am Anfang war es schon komisch, aber da gibt es kein Problem zwischen uns. In der Hinsicht sind wir Profis (lacht). Ich würde gegen den Tabellenführer natürlich gerne spielen, habe aber einen Muskelfaserriss im Oberschenkel.

Ihr Steilpass-Partner hat Sie mit höherklassiger Erfahrung angekündigt. Wo liegen Ihre fußballerischen Wurzeln?
Ich komme aus der nähe von Wunsiedel, habe dort unter anderem für den TSV Thiersheim gespielt. Als die Bezirksoberligen abgeschafft wurden, haben wir uns für die Landesliga qualifiziert, sind aber ein Jahr später in die Bezirksliga abgestiegen. Wegen einer Knie- und Schulterverletzung wollte ich dann kürzer treten.

Für zehn Treffer - im Moment die meisten Ihres Teams - reicht es aber noch.
In dieser Saison spiele ich Stürmer, da muss ich weniger laufen (lacht). Leider sind die oberen zwei Teams so weit weg, dass es für uns um nicht mehr viel geht.

Gibt es in der kommenden Saison einen neuen Anlauf Richtung Bezirksliga, wo Uttenreuth zuletzt 2010/2011 war?
Wir haben nächste Woche eine Sitzung mit Mannschaft, Trainer und Abteilungsleitung. Denn im Verein gibt es zwei Lager: Die einen wünschen sich den Aufstieg, die anderen wollen lieber weiterhin eine gute Rolle in der Kreisliga spielen.

Zu welchem Lager gehören Sie?
Zu ersterem. Ich sehe das ambitionierter, weil die Bezirksliga sehr reizvoll ist und einige Derbys bieten würde.

Nächster Steilpass-Kandidat...
Patrick Rauchs erster Kandidat kickt mit seinem Team knapp außerhalb des Spielkreises. Sein Ersatz ist für zwei Wochen beruflich in Asien und sein dritter möglicher Steilpass-Partner pausiert in dieser Saison. Daher bringt die Redaktion Martin Koschmieder vom SV Bammersdorf ins Spiel.