Als Aufstiegskandidat war Birol Aksoy mit seinem TSV Ebermannstadt vor der Kreisklasse-Saison gehandelt worden. Doch das Verletzungspech machte dem Spielertrainer einen Strich durch die Rechnung. Nach dem letzten Hinrundenspiel zog der Verein die Reißleine und gab die Trennung bekannt.

Nun blickt Aksoy aber bereits seiner nächsten sportlichen Aufgabe entgegen, wenngleich er sich noch immer über die Entscheidung des TSV ärgert.

Wer hat Sie angespielt?
Birol Aksoy: Erhan Gezici vom TKV Forchheim. Ich kenne ihn schon seit seiner Kindheit. Er hat damals auch in der Jugend beim Jahn Forchheim gekickt und uns immer bei unseren Bayernliga-Spielen zugeguckt. Menschlich ist er ein super Typ, auch als Fußballer hat er eine sehr gute Einstellung. Erhan gibt einfach immer sein Bestes.

Vor etwa zwei Wochen gab der TSV Ebermannstadt die Trennung von Ihnen bekannt. Warum lief es zum Schluss nicht mehr?
Ich hatte dort drei gute Saisons als Spielertrainer, in denen ich stets mit jungen Spielern aus der eigenen Jugend gearbeitet hatte. Vor dieser Saison hatten wir uns dann gemeinsam entschlossen, auch auf erfahrene Akteure zu setzen und diese verstärkt nach Ebermannstadt zu lotsen. Leider hatten diese Neuzugänge in der Hinrunde sehr großes Verletzungspech, so dass diese uns schlichtweg nicht helfen konnten. Unsere jungen Spieler konnten das nicht kompensieren. So mussten wir uns schon früh von unserem Saisonziel, um den Aufstieg mitzuspielen, verabschieden. Das war wirklich sehr bitter.

Diese Woche wurde mit Roland Beck bereits Ihr Nachfolger beim TSV vorgestellt...
Ja, ihn kenne ich nur flüchtig als Trainerkollegen. Er war ja ziemlich lange bei der SpVgg Dürrbrunn-Unterleinleiter tätig. Sonst habe ich aber keinen Kontakt zu ihm.
Was ich an der ganzen Geschichte allerdings sehr schade finde, ist die Art und Weise, wie der Verein das gehandhabt hat. Vor etwa drei Wochen habe ich den Spielleiter darüber informiert, dass ich am Saisonende als Coach aufhören möchte. Daher war ich doch etwas überrascht, dass mir der Vorstand bei unserem Auswärtsspiel in Neunkirchen schon vorzeitig das Kündigungsschreiben in die Hand gedrückt hat. Die Vorstandsmitglieder haben in den gesamten letzten Jahren nur wenig Kontakt zum sportlichen Geschehen gehabt. Doch plötzlich waren diese dann auch mal bei einem Auswärtsspiel von uns dabei. Das fand ich schon sehr fragwürdig. Aber so ist eben manchmal das Fußballgeschäft.

Haben Sie bereits eine neue sportliche Aufgabe gefunden?
Ja ich hatte ein paar Anfragen und stehe nun mit einem Verein aus der Kreisklasse kurz vor der Einigung. Ich denke, das wird diese Woche noch fix gemacht. Leider kann ich es aus zeitlichen Gründen nicht stemmen, einen höherklassigen Klub zu trainieren. Aber ich freue mich trotzdem schon auf diese neue Aufgabe. Ich würde bereits zur Rückrunde einsteigen und mit der Mannschaft um den Klassenerhalt spielen. Aber generell plane ich natürlich langfristig und möchte gemeinsam mit einem Co-Trainer eine gute Mannschaft aufbauen. So wie ich es einst gemeinsam mit Christian Kress in Ebermannstadt auch getan habe.

An wen passen Sie weiter?
Jonas Gräbner wechselt zur Rückrunde zurück nach Ebermannstadt. Er hatte sein Glück ja in Weingarts versucht und hat sich nun für eine Rückkehr zum TSV entschieden. Jonas ist ein super Typ und bringt alles mit, was ich von einem guten Fußballer erwarte. Ihn hätten wir bereits in der Hinrunde sehr gut gebrauchen können. Daher möchte ich ihn anspielen.