Der ATSV Erlangen hat sich wie bereits 2015 zum Hallenbezirksmeister in Mittelfranken gekrönt. Im Finale bezwang der Aufsteiger in die Landesliga-Nordost den Zweiten der Bayernliga-Nord, den ASV Neumarkt, und buchte das Ticket für die bayerische Meisterschaft am kommenden Samstag ab 12 Uhr in der BBZ-Halle in Nürnberg. Dort bekommt es der Sieger des Spielkreises ER/PEG in Gruppe B mit Türkspor Augsburg (Schwaben, Landesliga), dem FC Salzweg (Niederbayern) und dem TB Roding (Oberpfalz, beide Bezirksliga) zu tun.

In Gruppe A trifft Gastgeber FC-Bayern-Kickers Nürnberg auf den SV Euerbach/Kützberg (Unterfranken), den ZV Thierstein (Oberfranken, alle Bezirksliga) und den SC Olching (Oberbayern, Landesliga).

Der Start in Hilpoltstein verlief für den späteren Turniersieger eher holprig. Die Mannschaft um Kapitän Sebastian Marx kam gegen Titelverteidiger und Ligakonkurrent Dergahspor Nürnberg nicht über ein 1:1 hinaus. Auch gegen Gruppensieger Neumarkt holte der ATSV nur einen Punkt. Dank des 5:0 gegen den Kreisligisten FC Dombühl zog Erlangen als Zweiter ins Halbfinale ein, wo das Team auf den Regionalligisten SV Seligenporten traf und knapp mit 3:2 die Oberhand behielt. Zwei Mal Vignon Amegan und Ahmet Kulabas per Siebenmeter trafen für den ATSV.

Der klassenhöchste Teilnehmer hatte sich in Gruppe B vor dem SK Lauf, dem TSV Weißenburg (beide Bezirksliga) und dem SV Maiach-Hinterhof (Kreisklasse) durchgesetzt. In der zweiten Begegnung der Vorschlussrunde hatte Lauf, das Seligenporten im Gruppenspiel immerhin ein Remis abgetrotzt hatte, gegen Neumarkt das Nachsehen (1:4).

Da es im Spiel um den dritten Platz um nichts mehr ging, wurde es, nach Absprache der beiden Teams, im Siebenmeter-Schießen entschieden. Sowohl der erste Schütze von Seligenporten als auch der aus Lauf verschossen ihren ersten Versuch, danach trafen beide Teams, bis ein weiterer SKler scheiterte und der SV immerhin Bronze holte.

Nachdem eine Strafstoß-Entscheidung im Gruppenspiel zugunsten Erlangens die Neumarkter auf die Palme gebracht und zu lautstarken Protesten inklusive Platzverweis ihres Trainers geführt hatte, stand das Endspiel unter besonderer Beobachtung.

Und dieses begann mit einem Paukenschlag, als nach zwei Minuten Tim Ruhrseitz zur Führung für den Fünften der Landesliga-Nordost traf. In einem zunächst ausgeglichenen Finale war der ATSV vor dem Tor gefährlicher. Als kurz darauf der Spielertrainer der Erlanger Reserve, Shqipran Skeraj, aus kurzer Distanz auf das Neumarkter Gehäuse schoss, hatten viele Erlanger den Torschrei auf den Lippen, aber der Schiedsrichter hatte den Ball nicht über der Linie gesehen.

Dann legte der ATSV in Person von Kulabas nach. Der ASV schlug praktisch im Gegenzug nach einer schönen Kombination mit dem Anschlusstreffer zurück. Die Hoffnung der Neumarkter auf ein Comeback wurde sofort zerstört, als Amegan den alten Abstand wiederherstellte. Als derselbe Spieler zwei Minuten später ins leere Tor des ASV traf, stand der Sieger der mittelfränkischen Bezirksmeisterschaft 2017 fest. Erlangen erhöhte sogar noch auf 5:1.