Die momentane Vollsperrung der Kersbacher Straße in Gosberg bereitet Anliegern und Gemeinderäten erheblich Kopfzerbrechen. Hier lässt der Landkreis Forchheim die Fahrbahndecke der Kreisstraße erneuern und ist eine Woche bereits in Verzug. Bürgermeister Reinhard Seeber (CSU/BB) nannte in der Gemeinderatssitzung den Fertigstellungstermin 23. August. Das Ganze gewinnt an Brisanz, weil ein zweites Projekt der Gemeinde, der Ausbau der Bahnhofstraße, zeitlich damit kollidiert. Diese Straße kann deshalb ebenfalls nicht für Umleitungszwecke genutzt werden. Von Forchheim kommend sind ständig Fahrzeuge zu beobachten, die am Ortseingang wenden müssen. Mancher mogelt sich abends noch durch die Baustelle. Andere suchen sich andere Wege, wie Gemeinderätin Elisabeth Simmerlein (FW) berichtete. So nutzen Autofahrer im Berufsverkehr die nicht ausgebaute Dorfverbindungsstraße über Elsenberg und Dobenreuth. Die Straße ist nicht für Gegenverkehr ausgelegt, was zu chaotischen Zuständen führt. Der Gemeinderat zeigte sich auch ratlos. Man fühlt sich vom Landkreis in Stich gelassen. Man will die erwähnte Ausweichroute für Elsenberg seitens der Gemeinde per Verkehrszeichen nur für Anlieger freigeben. Eine Ampelschaltung scheidet aufgrund der Länge der Strecke aus. Eine wirklich effiziente Lösung gibt es aber für den momentanen Zustand nicht außer dem angepeilten Fertigstellungstermin aller Baumaßnahmen gegen Ende 2019.

Gebühren für Kindergarten

Moderat angehoben um 15 Euro wurden die Gebühren in der Kindertagesstätte Pinzberg. Seeber erwähnte, dass die Gemeinde vor etwa fünf Jahren 2100 Euro pro Kind zuzahlte, jetzt sind es 3100 Euro. Der günstigste Satz liegt immer noch unter 100 Euro für das erste Kind und ist somit für die Eltern kostenlos. Generell, so führte Geschäftsführer Matthias Zeissner aus, liege man mit den Sätzen im unteren Drittel des Landkreises.

Zur Kenntnis genommen hat der Gemeinderat den Flächennutzungs- und Landschaftsplan Forchheim-Kersbach im Gebiet des Kersbacher Kreises, nördlich der Kreisstraße FO 8, Bereich "Äußere Leite" bei Sigritzau. Seeber wies darauf hin, dass die Abwasserleitung der Gemeinde als Druckleitung genau durch dieses Gebiet laufe, im Plan aber nicht vermerkt sei. Gemeinderat Marcus Steurer (FW) merkte außerdem an, dass in der Planung die künftige Einstufung der Kreisstraße FO 2 (Kersbach - Gosberg) als mögliche künftige Bundesstraße berücksichtigt werden sollte.