Die Freude in den Kinderaugen ist für die Soroptimistinnen vom Club Forchheim-Kaiserpfalz Belohnung genug. Sie unterstützen die Gemeinschaft von "Glaube und Licht" in Ebermannstadt, sodass die behinderten Kinder beispielsweise an therapeutischen Reitstunden teilnehmen können.

Den 20 Frauen, die sich im Club Soroptimist Forchheim-Kaiserpfalz engagieren, ist neben ihrer Gemeinsamkeit vor allen Dingen wichtig, dass sie anderen helfen können. Sie stehen - wie auch die Rotarier oder der Lions Club - in einer langen Tradition der Service-Clubs, die ihre Kenntnisse und ihre Mittel dafür einsetzen, ihren Mitmenschen zu helfen.

Die Forchheimer Soroptimistinnen sind allesamt aktive Frauen, die mitten im Berufsleben stehen, oft Beruf und Familie unter einen Hut bringen müssen - und trotzdem Lust und Zeit haben, sich gesellschaftlich zu engagieren.

"Jede hat einen anderen Beruf und somit auch einen anderen Hintergrund", erklärt Monika Vieth. Sie sorgt maßgeblich dafür, dass es die Soroptimistinnen seit inzwischen zehn Jahren auch in Forchheim gibt. Die Frauen sind aufgeschlossen und sympathisch. Gern würden sie weitere Mitstreiterinnen in ihren Reihen begrüßen: "Bodenständige oder handwerkliche Berufe sind ebenfalls sehr willkommen", sagt Vieth und meint damit, dass keinesfalls nur Akademikerinnen Aufnahme im Club fänden. Ob Schneiderin, Bäckerin oder Floristin: Die Erfahrung und die Kenntnisse jeder einzelnen Frau seien gefragt.

35.000 Euro für Kinder

Zu ihren monatlichen Treffen laden sich die Soroptimistinnen regelmäßig Fachleute ein, die dann Vorträge zu meist aktuellen Themen halten. Das gemeinschaftliche Clubleben wird von den Frauen ohnehin sehr geschätzt.
Doch vor allen Dingen setzen sich die Soroptimistinnen dafür ein, dass die Welt um sie herum ein kleines bisschen besser wird. Sie unterstützen Projekte wie die bereits erwähnte Gemeinschaft von "Glaube und Licht".

Sie engagieren sich für Menschen, die im Landkreis Asyl suchen oder fördern die Arbeit des "Arbeitskreis Mädchen Forchheim". Ferner haben die Frauen das Projekt "Mittagessen für Kinder an der Adalbert-Stifter-Schule" über mehrere Jahre hinweg mit insgesamt 35.000 Euro unterstützt. Welchen Projekten sie helfen möchten, entscheiden die Frauen bei ihren Treffen.

Sie haben auch einen Förderverein ins Leben gerufen, damit auch andere Menschen die soziale Arbeit der Soroptimistinnen finanziell unterstützen können.
Bewusstmachen. Bekennen. Bewegen: Das sind die drei Bs, die den Soroptimistinnen besonders wichtig sind. Das eine B führe dabei zum nächsten, erklärt Ursula Ertl: "Wer erkennt, dass es etwas gibt, was gefördert werden sollte, der bekennt sich zu dem Projekt und bewegt gemeinsam etwas."

Stand auf dem Weihnachtsmarkt

Damit sie ihre Unterstützung auch finanzieren können, veranstalten die Forchheimer Soroptimistinnen regelmäßig Benefizkonzerte oder Flohmärkte.

Das nächste Mal kann man die Soroptimistinnen auf dem Forchheimer Weihnachtsmarkt treffen. In den Rathaushallen wird es dann neben Stollen und Plätzchen auch Engelsflügel aus Metall mit einer rostigen Patina geben: "Wo ein Engelsflügel hängt, ist ein Engel drin", lacht Monika Vieth.
Gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, Mädchen und Frauen mit ihren Projekten zu unterstützen und dazu unterschiedliche Frauen kennenlernen, die Gemeinschaft schätzen - das ist für die Soroptimistinnen in Forchheim entscheidend. Deswegen sind sie gern dabei.