Auf fünf Flurstücken auf der Gemarkung Walkersbrunn, nordwestlich von Guttenburg und nördlich der Kreisstraße FO 28, soll der Solarpark entstehen. Der Stadtrat Gräfenberg sprach sich einstimmig dafür aus.

Die Flächen sind im Flächennutzungsplan (FNP) als landwirtschaftliche Flächen eingezeichnet. Um die Photovoltaik-Freiflächenanlage (PV) dort auf den gemeindeeigenen Grundstücken aufstellen zu können, muss der FNP geändert werden. Daniel Neidl, Stadtplaner aus Sulzbach-Rosenberg, der das umsetzen wird, erläuterte das Vorhaben. 7,22 Hektar groß soll die Modulfläche werden. Eine Art Biotopvernetzung solle laut jetzigem FNP dort stattfinden. Wenn dieser Plan geändert ist, würde dort ein Sondergebiet "PV" ausgewiesen sein. "Mehr passiert nicht", meinte Neidl.


Hecken schaffen

Der geforderten Vernetzung würde der Bebauungsplan durchaus Rechnung tragen. Es würden Hecken geschaffen und extensive Grünlandnutzung erfolgen. Die Fläche mit den Solarmodulen wird eingezäunt. Ausgleichsflächen als Wiese und Hecke werden direkt um die Anlage herum gepflanzt. Der versicherungstechnisch geforderte Zaun wird innerhalb der Hecke gesetzt. Für 30 Jahre gilt die Nutzungsdauer. Dann würde der Jetzt-Zustand wiederhergestellt werden. Nach 30 Jahren könnte man wieder eingreifen.

"Das Amt für Landwirtschaft und Forsten nennt gerne den Einwand, dass die Fläche für die Landwirtschaft verloren ist", beantwortete Neidl die Frage von Stadtrat Matthias Striebich (Grüne), warum das Vorhaben nur für 30 Jahre angedacht sei. Schließlich würde danach auch noch Energie erzeugt werden.


Was ist mit den Rehen?

Das einzig laute an der PV-Anlage seien die Wechselrichter, die jedoch kein Problem bereiten, auch hinsichtlich der Siedlung, die dort in der Nähe ist. Der Bodenabstand der Solarmodule betrage 30 Zentimeter. "Kleinsäuger kommen rein und raus", erklärte der Stadtplaner. "Das sind Mäuse und Hasen. Was ist mit den Rehen", wollte Dritte Bürgermeisterin Regine Bleckmann (SPD) wissen. Die würden versuchen, sich unter den Modulen durchzugraben, oft auch über die Module springen, meinte der Mitarbeiter des Stadtplaners.

Die Frage von Lars Laufer (CSU), in welche Leitung der Strom eingespeist würde, konnte auch beantwortet werden: auf das Kabel der Trafostation bei Guttenburg, wurde vom Bayernwerk zugesichert.