Der Entwurf für die Sanierung der Grund- und Mittelschule Hallerndorf wurde vom Architekt Andreas Konopatzki vorgestellt. Aufgrund statischer Gegebenheiten hatte Konopatzki die geplante Lage des Aufzuges geändert. Andernfalls wäre der technische Aufwand um rund 250 000 Euro gestiegen, erläuterte der Architekt. Für die Außengestaltung gestaltete Landschaftsarchitektin Kathrin Nißlein die Pläne. "Wir stehen in den Startlöchern", signalisierte Konopatzki dem Gemeinderat.


Debatte über Schulbücherei

Dieser genehmigte schlussendlich nach längerer Diskussion die Pläne einstimmig. Der geplante Anbau einer Bücherei war der Grund für die Debatte, immerhin sind die Kosten hierfür nicht förderfähig. Gerhard Bauer (WG Hallerndorf) wies darauf hin, dass laut Vitalitätscheck die Hallerndorfer Mitte lebendig gestaltet werden soll. Nach dieser Sichtweise sei die Bücherei in der Schule kontraproduktiv, argumentierte er.

Für Bürgermeister Torsten Gunselmann ist die Frage nach dem Für und Wider der Bücherei in der Schule eine politische Frage: "Wollen wir sie haben - oder nicht?", fragte er die Gemeinderäte. Matthias Erlwein (JAB) wollte wissen, wie hoch der Architekt hierfür die Kosten angesetzt hatte, dieser wies jedoch darauf hin, dass die dafür veranschlagten 250 000 Euro bei einem Wegfall der Bücherei nicht voll eingespart werden können. Schließlich müsste an dieser Stelle dann ein Ersatzbau als Stellfläche für die Mülltonnen und Lager für andere Dinge geschaffen werden. Gemeinderat Stephan Beck (WG Willersdorf/Haid) sprach sich energisch für die Bücherei aus und lobte die exzellente Planung des Architekten. Torsten Gunselmann stimmte zu: "Auch ich will die Schule attraktiver gestalten".


Zehn Stimmen dafür - sieben Stimmen dagegen

Gerhard Bauer forderte die Gemeinderäte auf, sich über ein Nutzungskonzept Gedanken zu machen. Er setzte sich dafür ein, dass die gut funktionierende Bücherei in der Ortsmitte nicht von einem Neubau ersetzt werden soll. Auch Robert Linz (WG Trailsdorf) findet die Einwände der anderen Gemeinderäte berechtigt, immerhin seien 250 000 Euro eine Menge Geld. Bei der Abstimmung votierten zehn Gemeinderäte für den Bau einer Bücherei an der Grund- und Mittelschule, sieben sprachen sich dagegen aus. Somit wird die Schule eine neue Bücherei erhalten.

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