In Forchheim bauen derzeit rund 1600 Menschen hauptsächlich Computer-Tomographen. Seit zwei Jahren plant Siemens, die Medizintechnik-Standort in Forchheim zu erweitern. Hintergrund der Ausbaupläne sei der Wunsch, die Software-Entwicklung und Hardware-Produktion unter einem Dach zusammenzuführen.

Bislang wird die Software für Computertomographen und andere Bildgebungsverfahren, die in Forchheim gebaut werden, noch in Erlangen entwickelt. Vor zwei Jahren hatte Siemens bekannt gegeben, sich in Forchheim vergrößern zu wollen. Kürzlich hatte der Konzern in Forchheim aus Platzmangel sogar Büro-Container aufstellen lassen. Ein genauer Termin für den Baubeginn steht allerdings noch nicht fest. Zuletzt wurden die Erweiterungspläne aktualisiert. Schließlich wolle man mit dem Ausbau des Standortes in Forchheim eine Dauerlösung und kein neues Provisorium schaffen. "Die Entscheidung rückt näher", sagte der Sprecher gestern.

Die aktuellen negativen Geschäftszahlen von Siemens, die für den Konzern Grund für Einsparungen in Milliardenhöhe sind, werden jedoch keine Auswirkungen für den Medizintechnik-Standort in Forchheim haben.
Wie der neue Forchheimer Wirtschaftsförderer Viktor Naumann erklärte, werde Siemens den Rotstift vor allem dort ansetzen, wo die meisten Auftragsrückgänge zu verzeichnen seien: Vor allem in den Bereich Solarenergie- und Abwassertechnik. In der Medizinsparte hingegen sei ein Auftragsplus zu verzeichnen.

Stadt ist verlässlicher Partner

Siemens-Pressesprecher Ulrich Künzel unterstreicht die positive Entwicklung des Sektors "Healthcare": "Hier lagen Auftragseingang und Umsatz über den Vorjahreswerten. Während sich der Auftragseingang um fünf Prozent von 13,1 Milliarden Euro im Vorjahr auf 13,8 Milliarden Euro erhöhte, kletterte der Umsatz um neun Prozent von 12,5 Milliarden Euro auf 13,6 Milliarden Euro." Somit ergebe sich für die Standorte Forchheim und Erlangen und den Forchheimer Ausbau kein neuer Sachstand, betont Künzel.
Und der Forchheimer Wirtschaftsförderer Viktor Naumann unterstreicht: "Die Stadt ist ein verlässlicher Partner für den Ausbau von Siemens." Laut Naumann sollen rund 1500 Beschäftigte nach Forchheim kommen.