Mit der ökumenischen Segnung durch Pfarrer Pater Flavian Michali und seinen evangelischen Amtskollegen Peter Zeh ist das neue BRK-Seniorenzentrum Gößweinstein mit zahlreichen Ehrenästen feierliche eingeweiht worden - verbunden mit einem Tag der offenen Tür. Während der Segenshandlung sangen die Kinder des Johannischen Kindergartens mit ihren Erzieherinnen einige Lieder.

Wie der Forchheimer Landrat Hermann Ulm (CSU) während seines Grußwortes betonte, sei er froh, dass es in Gößweinstein nun diese Einrichtung für ältere Menschen gebe. Das neue Seniorenhaus mit Tagespflege und ambulantem Pflegedienst bezeichnete er als "guter Ort zum Leben, der Hilfe und des Wohnens". Da sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gewandelt hätten, könne Gößweinstein mit dem neuen Seniorenzentrum in eine gute Zukunft blicken, meinte der Landrat.


39 Wohneinheiten

Für Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (BMG) ist das Seniorenzentrum mit 39 Wohneinheiten und der Tagespflege ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung der Gemeinde. Alle Nöte seien damit jedoch nicht beseitigt, sagte Zimmermann, der vor allem dem BRK-Kreisverband Forchheim und Investor Helmut Stranzinger aus Pfarrkirchen eine hervorragende Zusammenarbeit bescheinigte. Ganz wichtig ist für Zimmermann nun auch das Angebot eines ambulanten Pflegedienstes durch das BRK für eine Flächengemeinde wie Gößweinstein.

Stranzinger bescheinigte der öffentlichen Hand eine "sehr schöne und intensive Zusammenarbeit". Von Landrat und Bürgermeister sei das Millionenprojekt stets wohlwollend unterstützt worden. In nur zwölf Monaten konnte das Haus mit Firmen aus der Region fertiggestellt werden, hob Stranzinger hervor. An die Leiterin Anja Zimmermann und Josefine Maurer vom Pflegedienst überreichte Stranzinger zusammen mit seinem Bruder Werner je einen Blumenstrauß.

Stellvertretender BRK-Kreisvorsitzender Sven Oelkers wies darauf hin, dass die Menschen immer älter werden. Im Landkreis Forchheim haben die 60- bis 75-Jährigen schon einen Bevölkerungsanteil von 31 Prozent, die über 75-Jährigen gar von über 41 Prozent. Umso wichtiger würden in Zukunft solche Einrichtungen, wie nun in Gößweinstein, sein.


Alle Einheiten verkauft

Verkauft sind bereits alle Wohneinheiten, einige können aber noch gemietet werden. Das einstige BRK-Altenheim in Behringersmühle ist inzwischen geschlossen und soll verkauft werden. Interessiert hatte sich dafür der Deutsche Orden, der seine Suchthilfeeinrichtung vom Haus Aufseßtal in Doos nach Behringersmühle verlegen wollte. Nach Informationen von Bürgermeister Zimmermann wurde daraus jedoch nichts.