Die "Spitzwegkrippe" ist ein Kunstwerk, das nach Motiven des Münchner Malers Carl Spitzweg (1808 bis 1885) aufwendig gefertigt wurde. Eine stilechte Häuser- und Naturkulisse bilden den Rahmen für die eigenhändig aus Ton modellierten Figuren aus der Biedermeierzeit.

So entdeckt man in der Krippe viele bekannte Szenen, wie "Der arme Poet", "Der Sonntagsspaziergang", "Der abgefangene Liebesbrief" und viele mehr, die aus den Gemälden des berühmten und beliebten Malers entnommen sind. Spitzwegs hintersinnige, kritische und satirische Art, seine Zeitgenossen in Szene zu setzen, ist weithin bekannt. Es wundert deshalb auch nicht, dass in der "Spitzwegkrippe" nicht wie in allen "artigen" Krippen das Jesuskind brav in seiner Krippe liegt, sondern unpünktlich vom Storch per Luftfracht portofrei eingeflogen wird.

Inzwischen hat auch die Stadt Schweinfurt mit dem dortigen Georg-Schäfer Museum Interesse an einer Übernahme der "Spitzwegkrippe" bekundet, so dass diese nach Klärung der Platzfrage den Landkreis Forchheim verlassen könnte und in Schweinfurt ein neues Zuhause findet.

Also vielleicht ist es eine der letzen Gelegenheiten, die circa 20 Quadratmeter große Krippe in der Wimmelbacher Straße 8 in Hausen-Wimmelbach bei Rainer und Sonja Schrüfer zu bestaunen.

Die Öffnungszeiten: Die "Spitzwegkrippe" in Wimmelbach kann sind ab dem 26. Dezember bis 6. Januar an den Sonn- und Feiertagen von 15 bis 17 Uhr besichtigt werden. Auch an Werktagen kann die Krippe nach telefonischer Anmeldung besucht werden, Telefon 09190/1513.