Die Gefallenen von Schlaifhausen waren zunächst am Kriegerdenkmal in Wiesenthau verewigt. Dort gab es auch zwei Kriegergedächtnisfenster aus dem ersten Weltkrieg seitlich des Hauptaltars. Roland Kaplan, Schlaifhausen, hat sie noch in seinem Bilderfundus. Das eine Bild drückte den Dank der Heimgekehrten aus, das andere diente dem Gedenken an die Gefallenen. Die Fenster wurden vermutlich nach dem Zweiten Weltkrieg entfernt und zerstört. Erst Anfang der 50-er Jahre errichteten die Schlaifhausener ihre Filialkirche "Mutter von der immerwährenden Hilfe".

Danach, so erinnert sich der stellvertretende Bürgermeister Hans Schütz, waren im neuen Gotteshaus Holztafeln angebracht mit den Namen der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege. Auf dem neuen Friedhof erinnerte ein schlichtes Birkenkreuz - daran angebracht ein Stahlhelm - an die gefallenen Soldaten. Erst 1972 entstand das heutige Denkmal. Konrad Seiler, damals Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Schlaifhausen, war dabei. Ein Architekt Bauer aus Forchheim hat, so erzählt Seiler, den Kirchenplatz mit Mauer und Aufgang entworfen. "Wir konnten uns das in unserem kleinen, sechsköpfigen Gemeinderat gar nicht vorstellen und dann ist es so eine geniale Lösung geworden", blickt er zurück. Gleichzeitig entfernte man das Milchhaus.
An dieser Stelle entstand Platz für das neue Kriegerdenkmal, das wohl ein Künstler aus dem Nürnberger Raum entworfen hat. Drei verschiedene Säulen bezeugen nach einer Version des Kriegervereins Schlaifhausen das unterschiedliche Alter der Gefallenen und Vermissten. Das stumpfe Ende der Säulen soll an den gewaltsamen Tod der Gefallenen erinnern. Das erhöhte Kreuz in der Mitte mahnt zum Frieden. Als Material verwendete man witterungsfestes Nirostablech. 1300 DM ließ sich der Krieger und Militärverein das Mahnmal kosten, das Pfarrer Müller am 29.Oktober 1972 eingeweiht hat. gal