Über den erbärmlichen Zustand des Bushäuschens war schon viel gesprochen worden, doch unternommen hatte bislang niemand etwas. Bis vor wenigen Wochen die beiden Rentner Dettmar Kühlcke (69 Jahre) und Jörg-Dietrich Schmidt (75 Jahre) die Initiative Bushäuschen gegründet haben. "Das Aussehen des Bushäuschens wurde schon lange bei einer Bürgerversammlung angesprochen und vor einem Jahr nochmals bei der Versammlung der Dorfgemeinschaft", sagen die Rentner, die beide der Soldaten- und Reservistenkameradschaft als Ehrenvorstand und Vorstand angehören.


Signal gegen die Krise


Letztendlich auch, um die Krise des eigenen Vereins zu lindern, und um der Bevölkerung zu zeigen, dass man als Vereinsmitglied etwas bewerkstelligen kann, was allen nützt, ließ die beiden motivierten Walkersbrunner zu den Werkzeugen greifen.

Zuerst entbuschten sie das völlig zugewucherte Wartehäuschen, dann versuchten sie das Moos von den Wänden zu spachteln. Schließlich rückten sie mit dem Hochdruckreiniger an, sodass das an den Wänden beschmierte und verdreckte Bushäuschen eine Woche später grundiert werden konnte. Sie informierten die Stadt, die diese Aufgabe eigentlich hätte ausführen müssen, über das Vorhaben und da die Verantwortlichen von der Eigeninitiative der beiden Herren so begeistert waren, brachten die Mitarbeiter des Bauhofs kurze Zeit später einige Farbkübel zum Walkersbrunner Wartehäuschen.

Wert legten die beiden Rentner auf einen warmen rötlichen Farbton als freundlichen, kräftigen Kontrast zu dem eher tristen Häuschen. Da sie keine halben Sachen machen, strichen sie den Papierkorb mit und die Bank erhielt einen frischen grünen Anstrich. Nach getaner 20-stündiger Arbeit überzeugten sich Kühlcke und Schmidt gleich davon, ob den Schulkindern das Warten, gerade in der grauen Herbstzeit, in dem farbigen Bushäuschen besser gefallen könnte.