Die gute Nachricht stellte Architekt Ralf Bahl bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses Ebermannstadt ganz an den Beginn seines Vortrages: Der Bau einer Kinderkrippe auf dem Areal der alten Reithalle wird um 131 000 Euro günstiger als gedacht. Könne im nächsten April mit dem Bau begonnen werden, sei eine Fertigstellung zum Jahresende 2015 realistisch, sagte Bahl.

Der Planer informierte, dass die Kinderkrippe auf dem gleichen Boden-Niveau errichtet werde wie die Reithalle. Auch Länge und Breite seien in etwa identisch. Auch an der Ausrichtung des Gebäudes in Ost-West-Richtung soll festgehalten werden.

Eine deutliche Verbesserung für die Anwohner sei die Höhe des künftigen Neubaus: Der First des nach Norden hin flach geneigten Pultdaches aus Holz sei kaum höher als drei Meter. Die jetzige Halle dagegen sei schätzungsweise vier mal so hoch, fand Bahl.

Die Konzeption sieht rechts neben dem Eingang den Kinderwagen-Abstellplatz vor und links daneben die Garderobe, von der ein Zugang zum Außenbereich möglich ist. "Damit die Kinder mit schmutzigen Schuhen nicht durch die Gruppenräume müssen", argumentierte der Planer.


Gruppenraum im Mittelpunkt


Gegenüber der Garderobe befindet sich der Wartebereich für die Eltern, an den sich das Zimmern der Krippen-Leiterin und ein Besprechungsraum anschließen. Im Zentrum des 33 Meter langen und 12,24 Meter breiten Baus befindet sich zur Hofseite hin der Sanitärbereich, der von den beiden Gruppenräumen, die sich rechts und links anschließen, direkt begehbar ist. Auf gleicher Höhe schließt sich zur Hangseite hin die Küche an. Zwischen Küche und Sanitärbereich entsteht ein Raum, in dem die Kinder gemeinsam spielen und essen.

Auf der Nordseite komplettieren ein Vorratsraum, die WC-Anlagen für Mädchen und Jungen sowie der Technikraum die Planung. Den Abschluss der Räume an der Südfront bildet ein Lagerraum, der wie die Garderobe von innen und außen begehbar ist. Das Bauwerk ist nicht unterkellert und steht auf einer Bodenplatte aus Stahlbeton.
Im Osten des Geländes ist eine Außenspielfläche geplant. Die wichtigsten Elemente sind eine Nestschaukel, eine Spielanlage mit Rutsche und ein Sandkasten mit Sonnensegel, das gleichzeitig als Überdachung genutzt werden kann.


Ausschreibung im Winter


Die weitere Vorgehensweise skizzierte Ralf Bahl so: "Wird die Planung gebilligt, werden die Unterlagen für die staatliche Förderung des Projektes vorbereitet." Parallel dazu müsse die Werkplanung erstellt werden, so dass die Ausschreibungen vorbereitet werden könnten. Außerdem müsse die Halle abgebrochen werden.

Die Ausschreibung sei für Ende Januar, spätestens Anfang Februar nächsten Jahres geplant. Erfahrungsgemäß meldeten sich um diese Zeit die meisten Firmen; außerdem seien zu diesem Zeitpunkt die günstigsten Angebote zu erwarten. Auf Nachfrage erklärte Bahl, die Planung sei so angelegt, dass bei Bedarf später eine dritte Gruppe angegliedert werden könne. Dafür müsse zwar die Spielfläche verkleinert werden. Doch sei sie immer noch groß genug, um den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen.

Noch nicht endgültig geklärt ist die Finanzierung der Kindertagesstätte. "Dafür erhoffen wir uns von der Aufsichtsbehörde die Erlaubnis, ein Darlehen aufnehmen zu dürfen", erklärte die Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE). Das Gremium stimmte der Planung und weiteren Vorgehensweise einstimmig zu.