Das alte Rathaus an der Hauptstraße in Poxdorf erstrahlt in neuem Glanz. In Zukunft werden den Bürgern und dem Gemeinderat schönere, größere und funktionellere Räume zur Verfügung stehen. 175 000 Euro hat die Gemeinde für den schon lange fälligen Umbau aufbringen müssen.

Circa eineinhalb Jahre hatte sich die Kommune behelfen müssen: Die Gemeinderatssitzungen waren ins Lehrerzimmer der Schule verlegt worden. Nun aber ist alles fertiggestellt und die gewünschten Verbesserungen sind Wirklichkeit geworden.


Eingang an rechte Seite verlegt



Auffällig ist zunächst, dass der Eingang an die rechte Seite des Gebäudes verlegt worden ist. Er ist nun stufenlos und behindertengerecht gestaltet. "Der alte Eingang mit zwei Stufen direkt an der Hauptstraße mit nur dem schmalen Gehweg schien uns untragbar. Es bestand dauernd die Gefahr, dass die Besucher von einem Auto angefahren wurden", erklärt Volker Rosbigalle vom Architekturbüro Glauber und Rosbigalle in Forchheim, das die Umbauarbeiten ausgeführt hat.

Im Gebäude gibt es eine neue Raumaufteilung: Im Erdgeschoss befinden sich die Umkleideräume und Toiletten für die Feuerwehr, ein Geräteraum und ein Tagungsraum. Das gesamte Obergeschoss - abzüglich Treppenaufgang und Flur - ist zum neuen, erheblich vergrößerten Ratssaal geworden.

"Das bedeutet, dass in Zukunft mehr Bürger als bisher bei unseren Gemeinderatssitzungen anwesend sein können", sagt Bürgermeisterin Gunhild Wiegner (FW). Sie habe sich in der Vergangenheit des Öfteren über die unbequeme Enge geärgert, die man den Zuhörern habe zumuten müssen.


Starke Beleuchtung, große Leinwand



Der neue Ratssaal ist groß und hell. Es gibt neun Fenster, cremefarbene Wände, einen hellgrauen Holzfußboden - "Alaska Oak, aber in hochbelastbarer Vinylausführung", wirft Volker Rosbigalle ein - und weiß-melierte Marmorplattenheizungen. Sechs teilverdeckte Wandleuchten spenden gelblich-warmes Licht; man kann aber auch die starke Arbeitsbeleuchtung an der Decke einschalten. Eine große Leinwand kann an der hell-beige gestrichenen Kopfwand herabgelassen werden.


Das Mobiliar ist hellgrau, vorerst aber noch nicht vollständig vorhanden. Bürgermeisterin Wiegner erzählt, sie dränge täglich per Telefon auf Lieferung der schon lange bestellten Sessel. Volker Rosbigalle weist auf die neuen Türen und das neue, grau-schwarze Treppengeländer hin, das nun die aus Sicherheitsgründen vorgeschriebene Höhe hat und dennoch zu den alten gemusterten Fliesen im Flur passt. Die habe man aus Kostengründen behalten müssen. Im Übrigen sei alles brandschutzgesichert, auch die Tür zum Stuhllager im Flur auf halber Treppe.
Am Montag, 5. November, wird der Poxdorfer Gemeinderat erstmals in diesem neu gestalteten Saal tagen.