Wer mit offenen Augen durch die Forchheimer Hauptstraße geht, der sieht, dass sich was tut. Seit Montag hat der Forchheimer Näh- und Wollladen dort sein neues Quartier gefunden und auch in der ehemaligen Bäckerei Lieb geht es voran.

Im Oktober 2016 hatte die Firma "Raum und Werte" ihr Konzept für das Haus, in dem früher die Bäckerei Lieb ihre Waren verkaufte, vorgestellt. Alexander Maier von "Raum und Werte" zeigt sich zufrieden mit dem Baufortschritt: "Es hatte zwischenzeitlich eine Verzögerung gegeben, mittlerweile kommen wir aber schneller als geplant voran. Im Dezember müssten die ersten Wohneinheiten bezugsfertig sein."


Ein neues Geschäft wird kommen

Zum Jahreswechsel rechnet er damit, dass die Gewerbeeinheit im Erdgeschoss fertig werden sollte. Für die Forchheimer sicher interessant, denn durch den Umbau soll wieder ein Geschäft in die Innenstadt gebracht werden. Anders als noch im vergangenen Herbst in der Bauausschusssitzung prophezeit, wird es aber keine Gastronomie sein. "Es wird ein Bekleidungsgeschäft, das steht fest. Welches es wird, kann ich aber noch nicht verraten", sagt Maier.

Insgesamt werden neun Wohnungen in dem Gebäude entstehen. "Im hinteren Teil, der zur Holzstraße geht, werden wir noch etwas länger brauchen", meint Maier. Ein weiters Projekt, in dem ebenfalls Wohnungen geschaffen werden sollen, hat er auch schon in Planung.
"Wir sind dabei gerade in der Projektierungsphase", erläutert er. Es handelt sich um die Gebäude um die ehemalige Metzgerei Belzer. Insgesamt geht es dabei um einen Komplex mit fünf Gebäuden.


Pläne für die Metzgerei Belzer

Die Projektierungsphase dauere relativ lange, da die aktuelle Lage sondiert wird und anschließend erst überlegt werden kann, wie sinnvoll ein Grundriss mit den heutigen Ansprüchen auf die alten Gebäude angewandt werden kann. "Wir müssen da auch Absprachen mit dem Denkmalschutz treffen", erklärt Maier. Ende August, so der Plan, sei die Projektierungsphase beendet. Dann werde man das Projekt in den Bauausschuss bringen. Auch hier werden Wohnungen entstehen.

Der Forchheimer Näh- und Wollladen hat seit Montag auch ein neues Zuhause: in der Hauptstraße 16. Zuvor war das Fachgeschäft in der Hornschuchallee. Uwe Loss, Geschäftsführer des Ladens, verdeutlicht: "Wir haben das Sortiment vergrößert, um den Kunden mehr bieten zu können."
In den neuen Geschäftsräumen gibt es auch die Möglichkeit, Nähkurse zu veranstalten. "Das war ein Wunsch unserer Kunden, dem wir nun nachkommen können", erzählt Loss. Zudem habe man die Auswahl an Stoffen, Wolle und Kurzwaren vergrößern können.