Kai Rogler hat einen Blick für das Besondere. Und dieser Blick lässt sich auf seinen Fotografien finden, die er noch bis zum 14. Juni in den Rathaushallen in Forchheim unter dem Titel "Stadt - Land - Akt" ausstellt. Rogler richtet seinen Blick auf fremde Riesenstädte, auf Landschaften oder den menschlichen Körper und bannt diese besonderen Momente.

In den Rathaushallen wird er mit rund 40 zum Teil großformatigen Fotografien einen Querschnitt seiner Arbeiten zeigen, die er über Jahre aufgenommen hat.

Er fing mit der Fotografie an, als diese noch analog war und Rogler erst 22 Jahre alt, nahm sich die Spiegelreflexkamera seines Vaters und fotografierte im Urlaub. Freunde bemerkten schnell, dass Kai Rogler eine besondere Sicht auf die Welt hatte und ließen daraufhin die eigene Kamera zu Hause: "Mach du mal die Bilder für uns".

Allerdings fand er erst 2007 die Zeit, sich ausführlicher mit der Fotografie zu beschäftigen. Er kaufte seine erste digitale Spiegelreflexkamera, nachdem er zuvor mit einer digitalen Kompaktkamera arbeitete und ihn deren Ergebnisse nicht so richtig zufrieden stellten. Rogler ist am Bild interessiert, weniger an der ausgefeilten Technik. Aus diesem Grund begann er, Akte in faszinierende Naturkulissen zu integrieren. Einige davon werden in Forchheim gezeigt.

Aus den Metropolen

Ein anderer Teil der Ausstellung zeigt Bilder von Megacities, wie Delhi, Singapore oder Rio de Janeiro, in denen Rogler hauptberuflich unterwegs ist. Rogler mag es lieber exotisch. Bilder aus dem eigenen Umfeld fielen ihm deutlich schwerer.

Schon äußerlich und durch seinen Habitus ist er als Globetrotter identifizierbar. Damit er sich die großen Städte aneignen kann, ist er entweder selbst mit dem Auto dort unterwegs oder nutzt einen Taxifahrer als Scout.

Kai Rogler will auch von bekannten Städten Ansichten finden, die noch kaum ein anderer kennt. Die Suche dauert nicht immer lange. Manchmal fährt er einfach an einer Szene vorbei und weiß: "Das ist es!" Die Fotos werden auf dem Computer noch bearbeitet - damit alle gewünschten Feinheiten auch mit der nötigen Klarheit zu sehen sind. In der Forchheimer Ausstellung werden auch filigran anmutende Porträts zu sehen sein, die den träumerischen Charme alter Fotografien nachahmen.















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