Die Zukunft des Gebäudes "Schwabachstüberl" in Steinbach war Tagesordnungspunkt in der Gemeinderatssitzung Kleinsendelbach. Dazu hatten die Räte den Sachverständigen Joachim Schuster eingeladen, der Ergebnisse und Mängel von der Begehung im Gremium vorstellte. Ein fertiges Konzept vorzustellen sei noch nicht möglich, erklärte Schuster. Denn erst müsse eine Einschätzung der Maßnahmen festgestellt werden muss, um daraus ein Sanierungs- oder Renovierungskonzept zu erstellen. Da das Gebäude nicht regelmäßig genutzt wird, sind die Schäden mit der Zeit problematisch geworden. Der Sockel weist Ausblühungen auf, die auf minderwertigen Putz hinweisen, der Schlagregen nicht abweist. Die aufsteigende Feuchtigkeit bei Regen könne verhindert werden, wenn umlaufend eine Abdichtung am Gebäude erfolge. "Es gibt heute Materialien", erläuterte Schuster, "die weitaus besser sind als die im Bestand verbauten. Wenn das Gebäude ordentlich renoviert wird und eine neue Heizung eingebaut wird, die in der kalten Jahreszeit über Thermostat gesteuert wird, verhindert man Schwitzwasserbildung."

Für die nächsten 15 Jahre

Ebenso sollte die Toilettenanlage dringend erneuert werden, sagte Schuster. Einer Weiternutzung in den nächsten 15 Jahren stehe nach erfolgter Renovierung nichts im Wege. Die Gemeinderäte wollen in den kommenden Sitzungen über die Vorgehensweise der Renovierung beraten.

Friedhofssatzung

Auch mit dem Erlass einer neuen Friedhofsbenutzungssatzung ab 1. Januar 2020 befasste sich der Gemeinderat. Das umfangreiche Vertragswerk wurde ausgiebig diskutiert, Korrekturen erarbeitet und Änderungswünsche formuliert. Diese sollen in die Satzung eingearbeitet und beschlossen werden.

Kinderbetreuung

Der in der Oktobersitzung 2015 gefasste Grundsatzbeschluss, die Betreuungsgebühren für die Kinderbetreuung im Kinderhaus "Zur Schatzinsel" analog zu den Tariferhöhungen des Personals anzupassen, erfolgte zuletzt im September 2017. Die Räte stimmten einer Erhöhung der Kinderbetreuungsgebühren ab 1. September zu. Ergänzend zum Auftrag der Putz- und Stuckarbeiten für die Pfadfinderräume, Treppenhaus und ehemaliger Sitzungssaal mussten die Räte die Arbeiten hierfür vergeben. Das Nachtragsangebot wurde vom Planungsbüro Rosbigalle auf Richtigkeit geprüft. Mehrheitlich vergaben die Räte den Auftrag zum Preis von 13 700 Euro an die Firma Neller aus Hallstadt.

Neuer Sitzungssaal

Für den neuen Sitzungssaal im Kleinsendelbacher Rathaus stellte Bürgermeister Gertrud Werner (UWG) Angebote für die künftige Ausgestaltung des Tischensembles vor. Die Räte achteten vor allem auf eine gestalterische Komponente und auf eine vielseitige Nutzbarkeit, bevor sie den Auftrag und die erforderlichen Schreinerleistungen mehrheitlich beschlossen. Neben dem Tischkonzept benötige der Sitzungssaal in ergonomischer wie optischer Hinsicht eine gut abgestimmte Bestuhlung, die zum Gesamtkonzept im Rathaus passe, sagte Werner. Die Räte stimmten nach Beratung dem Bestuhlungskonzept zu und vergaben mehrheitlich den Auftrag zur Beschaffung der Stühle.

Antrag des Sportvereins abgelehnt

Dem Antrag des SV Kleinsendelbach auf Nutzung des Mehrzweckraums im ehemaligen Schulhaus zur Durchführung des Kinderturnens wurde aus sicherheitstechnischen Gründen nicht stattgegeben.