Das gute alte Räuber-und-Gendarm-Spiel gibt es auch in der Hightech-Variante: Die Spieler betreten eine in Nebel und Schwarzlicht getauchte Arena. Sie tragen Westen mit Infrarotempfängern und sind mit einem sogenannten Phaser ausgerüstet; einer Art Waffe, um den Gegner zu "markieren", wie Uwe Mades betont: "Es wird nicht geschossen. Was wir hier anbieten, ist keine Freizeitbeschäftigung, bei der das Töten als Spiel dargestellt wird."


"Trendsport"

Wenn der gelernte Maschinenbau-Ingenieur "Lasertag" erklärt, dann spricht er von einem "neuen Trendsport". Und seine Frau Angelika Mades unterstreicht, dass Lasertag mit Computerspielen überhaupt nicht vergleichbar sei: "Im Gegenteil, wir sprechen Jugendliche an, um sie vom PC wegzuholen. Hier kommt man ins Schwitzen."
Uwe und Angelika Mades haben das am eigenen Leib erfahren - dank ihres 14-jährigen Sohnes . Der schwärmte solange, bis die Eltern ihn zum Geburtstag zum Spielen einluden. Das war Anfang 2013. Als er in der Lasertag-Halle in Frankfurt stand, sei ihm schlagartig klar geworden, dass das "genau die Geschäftsidee war, nach der ich lange gesucht hatte", erinnert sich der 45-Jährige.

Am 6. Juni werden Uwe und Angelika Mades ihre eigene "Arena" in der Forchheimer Daimlerstraße 30 eröffnen. Noch ist die 500 Quadratmeter große Halle eine Baustelle. Vorher wurde hier ein Fitness-Studio betrieben. Jetzt basteln die Handwerker an der Soundanlage und an den Hindernissen, die den Spielern demnächst Deckung geben sollen.


Jacken mit Plexiglas geschützt

Eine Summe im "unteren sechsstelligen Bereich" wird Uwe Mades investieren. Das meiste Geld - über 50.000 Euro - benötigt er für die 20 aus Kunststoff (mit Plexiglas-Abdeckung) gefertigten Westen.

Der Ursprung des Spieles liege "im militärischen Bereich", sagt Uwe Mades. Wahrscheinlich wird er auch deshalb immer wieder auf das Thema Gewalt angesprochen. "Wir lehnen alle militärischen Spiele und jede Form von Gewaltverherrlichung ab", sagt der gebürtige Erlanger: "Wir sind eine anerkannte Sportstätte." Auch das Ordnungsamt und das Jugendamt hätten die Spielstätte befürwortet. Ab dem 14. Lebensjahr sei der Zutritt erlaubt.


Der Renner in Würzburg

Uwe Mades hat die Halle für fünf Jahre gemietet. Er ist sich sicher, dass das Geschäft im Forchheimer Süden einschlagen wird. Die nächste vergleichbare Halle sei in Würzburg - "und man muss lange vorher buchen, um reinzukommen".

Eine Realschule habe schon angefragt, sie will ihren Schulausflug in die Daimler Straße machen. Doch auch Erwachsene gehören zu den Kunden des Jagdspiels. Klaus Backer, der Chef des Ordnungsamtes, sei auf Anhieb begeistert gewesen, erzählt Mades. Als er die Räume sah, habe sich Klaus Backer ausgemalt, ob es hier nicht demnächst einen Kampf geben sollte: Ordnungsamt gegen Liegenschaftsamt.

Wenn Sie selbst spielen möchten: Weitere Infos finden Sie auf www.laser-destination.com.