In Einrichtungen der Tagespflege werden pflegebedürftige, aber auch dementiell erkrankte ältere Menschen tagsüber versorgt, die nachts und am Wochenende von ihren Angehörigen betreut werden. Damit befinden sich die Tagespflegegäste unter ständiger Betreuung, ohne in eine vollstationäre Einrichtung umziehen zu müssen.


Vielfältige Organisationen

Im seniorenpolitischen Gesamtkonzept für den Landkreis Forchheim sind die verschiedenen Organisationsformen erklärt. So gibt es selbstständig wirtschaftende Einrichtungen, die ausschließlich Tagespflege anbieten.
Am häufigsten findet man Einrichtungen, die organisatorisch an einen ambulanten Pflegedienst angebunden sind. Auch gibt es vollstationäre Einrichtungen, die Tagespflegeplätze räumlich und organisatorisch in ihren Betrieb integriert haben. Ferner gibt es Einrichtungen, die neben der Tagespflege gleichzeitig Kurzzeitpflegeplätze anbieten. Diese Organisationsform sei bisher in Bayern noch relativ selten verbreitet.


212 Tagespflegeplätze

Das seniorenpolitische Gesamtkonzept weist in seiner Bestandsaufnahme zum Stichtag 31.12.2016 im Landkreis Forchheim 137 Tagespflegeplätze aus . Bis 2018 hat sich die Gesamtzahl landkreisweit auf 212 Tagespflegeplätze erhöht.
Inzwischen haben sich folgende Änderungen ergeben: In Gräfenberg fallen 12 Plätze der Senivita Tagespflege St. Michael weg, dafür plant die Einrichtung von Dr. Wiesent 19 Plätze. In Affalthertal eröffnet der ASB eine Tagespflege. Geplant sind in Gößweinstein 27 Plätze vom BRK und in Forchheim die im oben stehenden Bericht genannten 16 Plätze im Katharinenspital, in Neunkirchen 30 Plätze von der Caritas und in Kunreuth weitere Pflegeplätze eines nicht genannten Trägers.


Landkreis ist Vorreiter

"Generell ist zu sagen, dass der Landkreis Forchheim seit Jahren Vorreiter in Sachen Tagespflege ist", stellt Romy Eberlein fest, die in der Fachstelle Seniorenplanung des Landratsamtes arbeitet. Laut dem Modus Institut gebe es beispielsweise in der ganzen Stadt Fürth nur 15 Tagepflegeplätze.