Einen Fränkisch-Böhmischen Blasmusik Abend erlebten die zahlreichen, begeisterten Zuhörer im ausverkauften Kolpingshaus. Dabei wurden vorwiegend die unverwechselbaren, von einem Millionenpublikum geliebten Stücke des Ernst Mosch und seinen Egerländer Musikanten aufgegriffen und von den "Böhmischen Pringeles", der Blasmusikabteilung des Buckenhofener Musikvereins Forchheim/Buckenhofen perfekt intonisiert.

Der Dirigent Schirner übertrug seine Begeisterung und Freude an dieser Musik auf seine 24 Musikerinnen und Musiker, die den Besuchern einen herrlichen Ohrenschmaus präsentierten. Wortgewandt wurde das Konzert durch den sympathischen Moderator Simon Ehnes begleitet und mit kleinen Anekdoten gewürzt.

Die traditionelle Böhmische Blasmusik unterliegt einen festgesetzten Ablauf und wird nach drei Hauptgruppen sortiert, nämlich dem Marsch, der Polka und dem Walzer und genau in dieser Reihenfolge ist der Dirigent gehalten, sein Programm zu starten. Im Anschluss an diese Einleitung wird die Reihenfolge offener fortgesetzt, da es in der Egerländer Musik wesentlich mehr Polkastücke als Märsche oder Walzer gibt.

Nach diesem festen Schema wurde eingangs eine bunte Palette des Blasmusik-Genre eröffnet, die echte Klassiker sowie Herz-Schmerz-Stücke und den Hang zur Heimatliebe aufwies und die Darbietungen zu einem abwechslungsreichen und kurzweiligen Konzertabend formten.


Ernst Mosch veröffentlichte bereits in Jahre 1969 die Polka "Blasmusik klingt so" und den Walzer "Rosen so rot". Die Buckenhofener Musiker spielten diese Titel mit Herzblut und die Zuhörer lauschten entzückt den einschmeichelnden Klängen.

Insgesamt 24 Werke, instrumental und auch mit Gesang versehen, begeisterten in harmonischer Abfolge die Zuhörer. Sehr eindrucksvoll gelang es dem Dirigenten die Besucher in Hochstimmung zu versetzen. Tief in die Musikkiste wurde bei Peter Maffeys Tabaluga gegriffen, wobei dessen bekanntes Werk "Nessaja" gekonnt umgesetzt wurde. Nach einer kurzen Pause präsentierte das Blasmusikensemble noch bekannte Titel wie den "Kaiserin Sissi Marsch", "Alte Kameraden" und viele mehr.

In den letzten Jahren fand ein richtiges Revival der traditionellen Blasmusik statt, so die Aussage des Moderators Simon Ehnes. Böhmische Blasmusik ist nicht einfach Bierzeltmusik. Sie soll dazu animieren auch das Tanzbein zu schwingen und fröhliche Stunden zu verbringen. Natürlich hat diese Musikbegeisterung auch Auswirkungen auf den Besuch von Blasmusik-Konzerten und verursacht in der Sälen wieder einen großen Publikumsandrang. Für Ernst Mosch ein tolles Vermächtnis seiner gefühlvollen Werke.

Das großartige und sehr gut besuchte Konzert der Buckenhofener Musikanten endete mit dem Song "You raise me up". Große Beifallsstürme und Zugabe-Rufe erreichten die Musiker und zogen mehrere Zugaben nach sich.

Vorsitzender Bernd Fröse bedankte sich bei der 2012 von Markus Schirner gegründeten Orchesterabteilung der Buckenhofener Musikanten für den gelungenen Abend, der durch die Liebe zur böhmisch-mährischen Blasmusik geprägt war.