Bereits zum 30. Mal trafen sich die Ortskameradschaften im Kreisverband Forchheim des Bayerischen Soldatenbundes (BSB) in Pinzberg, um gemeinsam der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken und für den Frieden zu beten. Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung vom damaligen Kreisvorsitzenden Hans Deuerlein aus Affalterthal.

Zunächst fand am Ehrenmal in der Ortsmitte die Ehrung der gefallenen, verstorbenen und vermissten Soldaten statt. Die Fahnenabordnungen nahmen dazu im Halbkreis Aufstellung und Fackelträger standen beiderseits des Denkmals. Kreisvorsitzender Roland Schäfer erinnerte an die Gründung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge nach Ende des Ersten Weltkrieges vor genau 100 Jahren. Er mahnte, dass gegenwärtig in der Welt immer noch massenhaft gestorben werde. Auch deutsche Soldaten verlören gegenwärtig bei Einsätzen in Krisenherden in der Welt ihr Leben oder ihre Gesundheit. Das seien Opfer, deren Existenz gerne im öffentlichen Leben verschwiegen werde.

Anschließend zogen die Wallfahrer zum Lohranger, wo bereits für den Gottesdienst im Freien neben der Marienkapelle alles vorbereitet war. Pfarrer Michael Gehret predigte zum Thema "Habgier" aus dem Lukasevangelium und wies auf den "wahren Schatz" des Lebens hin. Dieser liege nicht darin, im Überfluss zu leben und materielle Güter anzusammeln, sagte Gehret.

BSB-Kreisvorsitzender Roland Schäfer dankte Pfarrer Gehret für den eindrucksvollen Gottesdienst. Sein Dank galt auch allen Helfern, die zur Ausrichtung dieses Gedenktages beigetragen hatten, insbesondere der Soldatenkameradschaft Gosberg unter der Leitung des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Norbert Wiemann, die für die Organisation und Bewirtung verantwortlich war. Die musikalische Begleitung der Wallfahrt und des anschließenden gemütlichen Teils wurde von den "Pinzberger Musikanten" übernommen.