Ausgelassen feiert Hartmut Koschyk (CSU) seinen eindrucksvollen Wahlsieg im Cafe "Engin's Ponte” in Bayreuth. Dicht an dicht hängen die Parteianhänger an den Lippen Koschyks bei seinem ersten Statement, in dem er von einem "bombastischen Ergebnis" sprach. "Wir wissen, wie man erfolgreich Wahlkampf macht" zeigt sich der Staatssekretär selbstbewusst.

Als die erste Hochrechnung im Fernsehen eine absolute Mehrheit für die Union verkündet, reißt Koschyk die Arme hoch. "Ja, ja, ja!", bricht es aus ihm heraus. "Das ist Wahnsinn", jubelt Koschyk, der darauf erst mal einen Schluck trinken will. Während die Gratulanten Schlange stehen, stimmt Koschyk in einem Freudentaumel spontan Jubelgesänge an: "So sehn Sieger aus."

Dieses Ergebnis habe er nicht zu hoffen gewagt, erklärt Koschyk. Er habe gehofft, die 50 Prozent aus der Landtagswahl halten zu können. "Dass die Wähler mir mit 56 Prozent einen zusätzlichen Schub gegeben haben, macht mich stolz auf die Bürger in meinem Wahlkreis", dankt der strahlende Wahlsieger, für den der Wahl-Tag ein eher ruhigerer Tag war.

"Erst habe ich gewählt, dann war ich auf dem 'Tag der Landwirtschaft' in Pegnitz, anschließend habe ich an der Einführung der neuen Pfarrerin in Bischofsgrün teilgenommen." Ehe er zur Wahlparty fährt, kann er sich noch zwei Stunden zu Hause ausruhen.

"Als ich bei der ersten Prognose erfahren habe, dass es auch ein Bündnis gegen die CDU/CSU geben kann, ist mir schon der Schreck in die Glieder gefahren" räumt Hartmut Koschyk ein. Dennoch habe er immer gehofft, dass es für eine schwarz-gelbe Mehrheit reicht. " Ich habe für eine solche Politik Wahlkampf gemacht", bekennt Koschyk.

Erleichtert zeigt sich der Bayreuther Stimmkreisabgeordnete, dass der Wahlkampf endlich vorbei ist. "Am Samstag habe ich bei einem Podcast vier Anläufe gebraucht, um dieses Wort noch richtig aussprechen zu können."

Erfreut zeigt sich Koschyk vor allem über das bayerische Wahlergebnis, das der CSU in Berlin ein noch stärkeres Gewicht verleiht. Das könne nur gut sein für den Freistaat. Und als er das betretene Gesicht des Grünen Spitzenkandidaten im Fernsehen sieht, kommentiert Koschyk: "So gefällt mir Jürgen Trittin."

Trotz des deutlichen Erfolges mahnt Koschyk zur Besonnenheit. "Noch müssen wir zittern. Ich hoffe aber, dass es eine Regierung der Vernunft geben wird." Dass Dinge ausfransen, dass Radikale in den Bundestag einziehen, sei schlecht für Deutschland, urteilt der CSU-Staatssekretär.

Das Ergebnis von 42 Prozent für die Union und das CSU-Ergebnis in Bayern wertet Koschyk aber als eine Basis, "auf der wir gut für unser Land arbeiten können."

Alle Ergebnisse der fränkischen Stimmkreise für die Bundes- und Landtagswahlen finden Sie unter wahlen.infranken.de. Auch Detailinformationen zu den Kandidaten finden Sie auf dieser Seite.