Die Gewinnerstädte für die Bayerischen Landesgartenschauen 2024 bis 2026 stehen nach Angaben des Bayerischen Umweltministeriums fest: Kirchheim b. München (2024, Oberbayern), Furth im Wald (2025, Oberpfalz) und Schweinfurt (2026, Unterfranken). Umweltminister Marcel Huber (CSU) gratulierte den erfolgreichen Bewerbern: "Die Bewerber haben qualitativ hochwertige und innovative Ideen für die Entwicklung ihrer Kommunen eingereicht. Sie unterstreichen angepasst an die jeweiligen Bedingungen vor Ort die Bedeutung einer ökologischen Stadtentwicklung. Die Ideen bringen Mensch und Natur noch enger zusammen. Hier wird die Natur zurück in die Städte gebracht."

Auch die Stadt Forchheim hatte eine Bewerbung für das Jahr 2026 abgeschickt.
Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) hatte gegen Mittag das Fax gelesen, in dem der Stadt mitgeteilt wurde, dass es in dieser Bewerbungsphase für Forchheim nicht gereicht hat. "Ja, wir sind schon enttäuscht", sagt Kirschstein. Aber in dem Schreiben sei auch viel positives Feedback enthalten gewesen. "Uns wurde viel Potenzial attestiert", so der Oberbürgermeister, der sich gewünscht hätte, dass sich die Stadt Forchheim und ihre innerstädtischen Grünanlagen präsentieren können.

"Uns wurde auch mitgeteilt, dass wir unsere Konzepte verfeinern sollen", erklärt Kirschstein, der im gleichen Atemzug die Gewinnerstädte beglückwünscht. Sie hätten die knappe Zeit offenbar besser genutzt und ausgefeiltere Konzepte vorgelegt.

Nichtsdestotrotz ist das Thema Landesgartenschau in Forchheim noch nicht vom Tisch. "Wir werden uns jetzt Zeit nehmen, das Konzept zu verfeinern", so Kirschstein, "das Thema Landesgartenschau wird also wieder auf die Agenda kommen." Die Ausgangslage sei indes trotzdem gut, da die erste Hürde bereits genommen ist. Auch das Expertengremium sei von Forchheim angetan gewesen und wie es weitergehe, das werde die Zukunft zeigen.

Die ausgewählten Kommunen erhalten durch die geplanten Gartenschauen die Möglichkeit, umfangreiche grün- und städteplanerische Veränderungen durchzuführen, so heißt es in einer Pressemitteilung des Umweltministeriums weiter.

Ab 2022 beträgt die Fördersumme für Landesgartenschauen durch das Umweltministerium bis zu 5 Millionen Euro. Der Höchstsatz der Fördersumme lag bislang bei 3,6 Millionen Euro. Auch das Landwirtschaftsministerium beteiligt sich an den Durchführungskosten. Grundlage der Entscheidung für die Auswahl der Gartenschauen war das einstimmige Votum des Fachbeirats der Bayerischen Landesschau GmbH. In dem Fachbeirat sind Experten aus den gärtnerischen Berufsverbänden, kommunalen Spitzenverbänden, Architekten, Landschaftsarchitekten und Naturschutzverbänden sowie der beteiligten Ministerien vertreten.

Der Masterplan, den Forchheim aufgestellt hat, kann aber auch für eine Bewerbung für eine spätere Landesgartenschau genutzt werden.