Mit der Umsetzung eines Hochwasserschutzkonzeptes setzte sich der Langensendelbacher Gemeinderat auseinander. Dazu hatte die CSU -Fraktion einen Antrag gestellt. Die Christsozialen hatten einen 17 -Punkte-Plan ausgearbeitet und vorgelegt.

Ein Zeitplan soll regeln, in welcher Reihenfolge die jeweiligen Projekte abgearbeitet werden sollen. Ermittlung des Flächenbedarfs für Rückhaltebecken, Ausbau der Bäche und Umfluter, Tauschgrundstücke, Grunddienstbarkeiten, Entschädigungen bei Einstauung, die ganze Bandbreite von Maßnahmen müsse betrachtet werden, meinte Jochen Düsel (CSU) und erinnerte an das Hochwasserereignis 2007 und die inzwischen gescheiterte Zweckverbandsgründung mit den Nachbargemeinden.

Bürgermeister Siebenhaar betonte, dass alle im Antrag geforderten Maßnahmen rechtlich wie auch technisch geprüft werden müssen und schon an das Wasserwirtschaftsamt (WWA) Kronach wie an das Institut für technisch-wissenschaftliche Hydrologie weitergeleitet worden seien. Siebenhaar erklärte, dass das Wasserwirtschaftsamt Kronach wie auch das Ingenieurbüro sich mit dem Thema Hochwasserschutzkonzept und dem Antrag beschäftigt hätten.

Sie wollen dem Gemeinderat in einer eigens dafür vorgesehenen Sitzung die erarbeiteten Feststellungen dazu vorstellen. Baudirektor Günther Prem vom WWA und Rene Hempel vom Büro ITWH werden in der Sondersitzung vorstellen, welche Möglichkeiten bestehen, die notwendigen Baumaßnahmen mit der hydrologischen Dimensionierung und den hydraulischen Nachweisen zu verwirklichen.

Zuvor müssten die jeweiligen Grundstückseigentümer gehört werden, damit eine zeitnahe Umsetzung erfolgen könne, sagte Siebenhaar. Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte, über das Hochwasserschutzkonzept in einer nichtöffentlichen Sondersitzung am 24. April erneut zu beraten.


Die Langensendelbacher Gemeinderäte befassten sich mit einem Antrag der Freien Wähler und Bürgergemeinschaft zur Schaffung von Räumlichkeiten für die Mittagsbetreuung und die Bücherei. Hans Knetzger erläuterte noch einmal den Antrag. Bereits in der Februarsitzung wurde in der Diskussion deutlich, dass bei den Räten über den Standort und die Dringlichkeit des Raumbedarfs für die Bücherei und die Mittagsbetreuung unterschiedliche Meinungen bestehen. Auch in Gesprächen mit betroffenen Eltern habe man festgestellt, so Knetzger, dass dringend Handlungsbedarf bestehe.

Im Schuljahr 2018/19 werden wieder acht Schulklassen unterrichtet. Ob die offene Ganztagesschule kommt oder die Mittagsbetreuung beibehalten werde, ändere am Raumbedarf nichts, meinte Knetzger. Bürgermeister Oswald Siebenhaar teilte hierzu mit, dass nach Rücksprache die Regierung von Oberfranken mitgeteilt habe, dass erst der tatsächliche Raumbedarf ermittelt werden müsse, um eine mögliche Unter- oder Unterdeckung der Räumlichkeiten festzustellen, bevor mit Baumaßnahmen begonnen werde. Sollte weiter Bedarf bestehen, würden die Maßnahmen mit 50 Prozent gefördert werden. Voraussetzung sei, dass ein Ingenieurbüro mit der Planung beauftragt und die Maßnahme ausgeschrieben werde. Nach eingehender Diskussion beschlossen die Räte einstimmig den Raumbedarf in der Schule zu ermitteln und das Thema in der nächsten Sitzung erneut zu beraten.