Handpuppen, Marionetten, Tischfiguren: Bei der 19. Forchheimer Puppentheaterwoche wird wieder die ganze Bandbreite des Metiers gezeigt. "Obwohl es viele interessante Mischformen gibt, finde ich es trotzdem sehr spannend, wenn ein richtiges Puppentheaterstück gezeigt wird", sagt Patrik Lumma, künstlerischer Leiter der Puppentheaterwoche.

Für jedes Alter ist etwas dabei

Auch in diesem Jahr hat das Organisationsteam ein Programm zusammengestellt, das sowohl die jüngsten im Kindergartenalter als auch Erwachsene anspricht. Besonderen Zuspruch hat bisher Pettersson und Findus erhalten. "Es ist faszinierend, wie sich dieser Klassiker über viele Jahre gehalten hat", findet Johannes Mehlich, Vorsitzender des Jungen Theaters. "Alle Schulen wollten in die Pettersson-Vorstellung", sagt auch Lumma überrascht. "Wir hätten eine Woche lang nur Pettersson und Findus spielen können."

Besonders freut es die Organisatoren, dass die Nachfrage von schulischer Seite im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sei. So richtig erklären können sie sich diesen Andrang allerdings nicht. "Es könnte sein, dass zum Beispiel die Kooperation des Jungen Theaters mit der Schultheaterwoche das Interesse geweckt hat", vermutet Lumma.

"Den Draht zu den Schulen haben wir aber schon lange gesucht", sagt auch Lorenz Deutsch, künstlerischer Leiter des Jungen Theaters. Die Zusammenarbeit mit den Schulen steht für die Macher der Puppentheaterwoche ohnehin weit oben auf der Liste.

"Es tut sich auch die Frage auf, wann Schulen im Rahmen der Ganztagesschulen auch einen möglichen Nutzen darin sehen mit dem Jungen Theater zusammenzuarbeiten", sagt Lumma. "Wir sehen uns auch als künsterlische Ergänzung zum Lehrplan." Und Mehlich denkt noch weiter: "Es könnte ja sein, dass Kinder von den Puppentheatern so angetan sind, dass sie selbst ein Stück erarbeiten wollen. Wir sind da offen, vielleicht könnte man ein solches Stück dann auch in die Puppentheaterwoche integrieren."

In diesem Jahr stehen aber nun vorerst andere Stücke auf dem Programm. "Puppentheater ist nicht nur etwas für Kinder", erklärt Mehlich. "Wir haben wieder unterschiedliche Darstellungsformen ausgesucht, um bewusst eine breite Zielgruppe anzusprechen."

Besondere Mischung

Dabei sind altbekannte und auch neue Künstler. Das Ensemble "Die Exen" ist mit drei Stücken vertreten. Obwohl sich die Puppenspieler in Berlin kennengelernt haben, leben sie nun von Passau bis nach Mecklenburg-Vorpommern verteilt und bieten mit Sterntaler ein Stück für Kindergarten- und Grundschulkinder, das eine besondere Mischung aus Puppen- und Schattenspiel darstellt. Außerdem wird ein Stück nur für Erwachsene und ein Stück für Kinder und Familien von den "Exen" aufgeführt.

Aber auch "Theater Kuckucksheim", "Theater des Staunenes" und "Theatericolo" werden zwischen dem 17. und 26. Oktober verschiedene Puppenspiele aufführen. Dann werden wieder zwischen 30 und 40 Helfer des jungen Theaters im Einsatz sein, um dafür zu sorgen, dass die 19. Puppentheaterwoche ein Erfolg wird.

Vorverkauf-Tickets kann man in allen FT-Geschäftsstellen und -Servicepoints kaufen, unter der kostenlosen Tickethotline 0800/9009100 bestellen oder hier buchen. Letzte Karten gibt es auch vor Ort.


Programm


Sterntaler von Die Exen: In einem Schattenspiel das bekannte Märchen erzählt. Für Kindergarten- und Grundschulkinder: Freitag, 17. Oktober, 9 Uhr.

Der Fränkische Jedermann von Theater Kuckckusheim: Angelehnt an das Stück Jedermann von Hugo von Hoffmannsthal - nur eben etwas Fränkischer. Für Erwachsene: Samstag, 18. Oktober, 20 Uhr.

Die kleine Raupe von Theater des Staunens: Es warten einige Abenteuer auf die kleine Raupe bis sie ein Schmetterling werden kann. Für Kinder und Familien: Sonntag, 19. Oktober, 15 Uhr.

Pettersson und Findus von Theater Kuckucksheim: Ein Klassiker der Kinderbuchliteratur mit Handfiguren gespielt. Für Grundschulkinder: Dienstag, 21. Oktober, 9 und 11 Uhr.

Geschichten vom großen Bo und vom kleinen Pizzico von Thearticolo. Zwei unterschiedliche Figuren sind die besten Freunde - meistens. Für Kindergartenkinder, Donnerstag, 23. Oktober, 9 Uhr.

Die Geierwally von Die Exen: Ein Abend voller Alpenromantik, die tragikomisch, bisweilen grotesk gerät. Handpuppen versuchen ernsthaft diesen gewaltigen Filmstoff wegzuschleppen. Für Erwachsene: Samstag, 25. Oktober, 20 Uhr.

Das Lied der Grille von Die Exen: Ein bewohntes Klavier erzählt die Geschichte vom Vorsorgen, vom fetten Sommer und vom eisigen Winter. Für Kinder und Familien: Sonntag, 26. Oktober, 15 Uhr.