In der evangelischen Pfarrei Christuskirche in der Paul-Keller-Straße 19 treffen sich die Mitglieder nicht nur zum gemeinsamen Gebet. Am Dienstag und am Donnerstag wird auch gemeinsam gegessen. Dieser Mittagstisch ist zu einem beliebten Treffpunkt im Forchheimer Norden geworden. Eine Hand voll Ehrenamtlicher opfern dafür seit acht Jahren zweimal pro Woche einen ganzen Vormittag.


Sonntagsfrühstück


Ein ähnliches Projekt, das ebenfalls umfangreicher Vorbereitungen bedarf, ist das Sonntagsfrühstück, jeden letzten Sonntag im Monat. Es ist in erster Linie gedacht für Menschen mit schmalem Geldbeutel und wurde vor knapp einem Jahr zusammen mit dem Bürgerzentrum Forchheim-Nord ins Leben gerufen. Seither frühstücken zwischen 8.30 und 11 Uhr rund 30 Personen. Diese Zeit kollidiert mit dem Sonntagsgottesdienst. "Das hat der Kirchenvorstand in Kauf genommen", erklärt Pfarrer Christian Muschler.

Selbst wenn jemand das gemeinsame Essen dem gemeinsamen Gebet vorzieht, sei das kein Problem. "Sonntag im biblischen Sinn bedeutet Freizeit. Diese soziale Komponente beizubehalten, war dem Kirchenvorstand wichtig", betont Pfarrer Muschler.


Menschen in wirtschaftlicher Not


Im Pfarrhaus in der Paul-Keller-Straße 19 untergebracht ist auch das von der Diakonie mit getragene Hilfe und Beratungszentrum. Hier erfahren Menschen in schwierigen sozialen Situationen (wirtschaftliche Nöte, Wohnungslosigkeit, familiäre Probleme) Rat und Hilfe. Geboten werden Beratung, Information und Unterstützung, damit die Betroffenen ihren Alltag wieder allein bewältigen und ihre Notsituation überwinden können. Hilfe zur Selbsthilfe bieten Freiwillige auch Menschen mit Migrationshintergrund. Hier geht es darum, Ansprechstellen zu finden.

"Besonders wichtig für die Menschen in unserem Sprengel ist der dreigruppige Kindergarten, den 50 Kinder besuchen. Neben der Kinderkrippe wird eine der beiden restlichen Gruppen als integrative Gruppe geführt. Apropos Nachwuchs: Die Kindergottesdienste, die von engagierten Mitgliedern der Pfarrei vorbereitet werden, sind gut besucht. Allerdings erst, seit es dieses Angebot nur noch einmal im Monat gibt. 20 Kinder aller Altersgruppen nehmen regelmäßig teil. Ähnliches gilt für die Familiengottesdienste. "Da haben wir die Zeiten familienfreundlicher gestaltet. 10.30 statt 9.15 Uhr. Mit Erfolg", findet Pfarrer Muschler, der auch auf den wöchentlichen Treff des Seniorenkreises und des Posaunenchores verweist.

Der Sprengel der Christuskirche geht weit über den Forchheimer Norden hinaus, umfasst Hallerndorf und Eggolsheim ebenso wie Tiefenstürmig und Schnaid. Auch in diesen Orten gibt es einen Monatstreff und regelmäßige Gottesdienste.Von den 3300 Gemeindemitgliedern lebt nur ein Drittel im Forchheimer Norden. 20 Einrichtungen unterbreiten 38 Angebote. Auf allen Kanälen: vom persönlichen Gespräch bis zum Internet.