Die Gemeinde Hetzles möchte die restlichen 98 Straßenleuchten auf energieeffiziente LED-Technik umstellen. Derzeit seien noch Natriumhochdrucklampen in der Straßenbeleuchtung bevorzugter Standard, erklärte Bürgermeister Franz Schmidtlein (BHH), und in Sachen Preis, Wartungsaufwand, Lichtausbeute und Umweltverträglichkeit lägen sie meist vorne. Doch die höhere Effizienz relativiere sich durch die Streuverluste, denn Natriumhochdrucklampen leuchten in alle Richtungen. LED-Lampen haben den Vorteil, gerichtet zu strahlen, wodurch kaum Streulicht entsteht. Für die Vierkantleuchten im Kirchenumfeld soll ein Leuchtmitteltausch mit warmweißen LED-Leuchtmitteln sowie für die Glockenleuchten im Baugebiet "Im Letten" vorgenommen werden. Damit möchte man gerade um die Kirche einen romantischen Eindruck erzeugen. Den Investitionskosten von 19.042 Euro stünden jährliche Einsparungen von 4547 Euro gegenüber, teilte Schmidtlein mit. "Das sind 12,2 Tonnen - Einsparung, die wir zu einer gesunden Umwelt beitragen", sagte Schmidtlein. Die Amortisationszeit liegt bei viereinhalb Jahren. Der Gemeinderat beschloss, die Umrüstung der Straßenlampen zum Preis von 19.042 Euro und beauftragte mit der Durchführung der Arbeiten das Bayernwerk. Die Finanzmittel werden in den Haushalt 2019 aufgenommen.

Wiesengrundstück auffüllen?

Auf einem Wiesengrundstück soll auf einer Fläche von 2400 Quadratmetern Oberboden aufgefüllt werden. Diese Auffüllung soll dem Höhenausgleich und einer leichteren Bearbeitung dienen. Der Höhenunterschied im Flurstück beträgt bis zu 12,6 Meter. "Die Erdbewegungen stellen eine künstliche Erhöhung des natürlichen Geländes dar und sind somit baurechtlich zu behandeln", berichtete Schmidtlein. Durch die Aufschüttung werde die Hügellandschaft in der Umgebung des Hetzleser Bergs teilweise verändert. Eine Verunstaltung der Landschaft liege jedoch nicht vor, wenn sie weiterhin landwirtschaftlich genutzt werde. Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Forchheim teilte in einer Stellungnahme dazu mit, dass die Fläche im FFH-Gebiet "Streuobst, Kopfeichen und Quellen am Hetzleser Berg" liegt und als "Flachland-Mähwiese" erfasst ist. Das ist ein Lebensraumtyp, der einem strengen Schutz unterliegt. Es gilt das "Verschlechterungsverbot"! Da keine zwingenden Gründe des öffentlichen Interesses für diese Auffüllung vorlägen, sei sie unzulässig und damit nicht zustimmungs- und genehmigungsfähig. Die Gemeinderäte erteilten das gemeindliche Einvernehmen der Auffüllung um 30 Zentimeter mit der Maßgabe einer sorgfältigen Prüfung des Antrags auf die naturschutz- und bodenrechtlichen Belange. Bürgermeister Schmidtlein informierte die Gemeinderäte über den Verfahrensstand zur Einbeziehungssatzung "Gaiganzer Weg". Der Kreisbaumeister vom Landratsamt Forchheim warnt vor einer städtebaulichen Fehlentwicklung. Eine immissionsrechtliche Bewertung sei erforderlich, um die Lärmimmission des nahe liegenden Betriebes zu beurteilen, sagte Schmidtlein. Da der Betrieb Bestandsschutz hat, darf die neue Planung der Einbeziehungssatzung keine Wohnbebauung ermöglichen, die hohen Lärmbelastungen ausgesetzt ist. Da alle Stellungnahmen vom Planer fachgerecht geprüft werden müssen, wird sich die weitere Behandlung noch verzögern.