Zugegeben. Anfangs ist den beiden Mädchen Alexandra und Alisa schon etwas mulmig, als sie die "Kanonenkugel" des "Hot Shot" auf dem Annafest besteigen. "Das Warten auf den Abschuss ist Nervenkitzel pur. Du weißt, dass du gleich auf 50 Meter Höhe katapultiert wirst. Da steigt der Adrenalin-Spiegel", räumt Alisa ein. "Aber dann ist es nur noch geil!"

Zwischen zwei 35 Meterhohen Masten hängt die riesige Stahlkugel an dicken Bungee-Seilen. "Es gibt ähnliche 'Menschenschleudern', aber die sind an Stahlseilen befestigt. Unsere Hot-Shot-Anlage ist daher die einzige ihrer Art in ganz Deutschland", erklärt Josef Dölle junior, dessen Vorfahren seit 1780 auf Jahrmärkten unterwegs waren.

Dank der Bungee-Seile, die nach 300 Abschlüssen gewechselt werden müssen, dauert der Flug länger. Das Erlebnis wird intensiver, weil es mehr Überschläge gibt.

Einfach irre!
Die ganze Fahrt in der Bungee-Kugel, vom Abschuss über die Beschleunigung von Null auf 160 km/h in weniger als zwei Sekunden, wird live mitgefilmt. "Es ist einfach irre, wenn du im freien Fall kopfüber in die Tiefe stürzt und dann wieder in die Höhe geschleudert wirst" , beschreibt Alexandra ihre Eindrücke. "Du weißt gar nicht mehr, wo unten und oben ist. Du erlebst die Schwerelosigkeit zwischen Himmel und Erde."

Dabei verlieren die Passagiere jegliches Gefühl für Zeit und Raum. Alisa kam der rasante Höllenritt recht kurz vor. Etwa 90 Sekunden schätzt sie. Dabei baumelte sie mit ihrer Freundin länger als zwei Minuten an den Bungee-Seilen. Die exakte Zeit: zwei Minuten, 18 Sekunden und 22 Hundertstel. Kaum sind die beiden ausgestiegen, haben sie schon wieder Sehnsucht nach einem neuen Kick. Von null auf 50 Meter unter zwei Sekunden.