Was wäre eine Brauerei ohne Gastwirtschaft? Nach der Schließung im Juni vergangenen Jahres öffnet die Brauereigaststätte Hebendanz heute wieder mit einem neuen Pächter. "Endlich!", freut sich schon Gerhard Heid, langjähriger Stammgast der Traditionsschänke, deren Wurzeln im 16. Jahrhundert gründen.

"Den richtigen Wirt zu finden, war nicht einfach", gesteht Brauereichef Fritz Hebendanz. Aber mit Dieter Eger hat er nun den Pächter seiner Wahl. "Wir zwei passen zusammen", betont Hebendanz und scherzt: "Nicht nur wegen des Bierbauchs."

Die beiden haben schon früher zusammengearbeitet. "Ich war ja schon von 1999 bis 2005 auf dem Hebendanz-Keller", erzählt Eger. Und auch sonst ist er kein Unbekannter. So führte er in Gosberg die Gastwirtschaft "21:17", benannt nach dem letzten Zug, der am Gleis   hielt, und berühmt wegen seiner Schaschlikspieße. "Die wird's natürlich jetzt wieder bei mir geben", verspricht Dieter Eger - und auch sonst kommt Bodenständiges auf den Tisch. "Wir legen Wert auf fränkische Wirtshauskultur.." In der Küche sorgt seine Frau Silvia für Hausmannskost.

Als der gelernte Metzger Dieter Eger von Fritz Hebendanz das Pachtangebot bekam und die sauber renovierte Wirtschaft sah, dachte er er sofort: "Das ist es!" Mit dem neuen Pächter wird frischer Wind wehen in der Wirtschaft, die auch schon als Filmkulisse in dem kurzen Forchheim-Krimi "Seilschaften" diente: "Ich lege Wert auf eine gepflegte, ruhige Wirtshauskultur", betont Eger. "Das fängt damit an, dass wir auch im Außenbereich Tischdecken auflegen und der gesamten Innenbereich raucherfreie Zone ist.". Die Brauereiwirtschaft soll insgesamt ein gepflegtes Ambiente bieten. Dieter Eger ist optimistisch: "Der Fritz Heben danz steht voll hinter uns und wir freu'n uns miteinander auf die Eröffnung!"

Bierselige Erinnerungen

"Lasst uns ein Hebendanz heben", freuen sich Stammgäste wie Gerhard Heid, wenn sie heute wieder das süffige Bier direkt von der Schänke genießen können, in deren Vorraum das Entstehungsjahr 1579 eingekerbt ist. Heid verbinden Jugenderinnerungen mit der Brauereiwirtschaft: "Seit meiner Lehrzeit vor 40 Jahren gehe ich zum Heben danz - damals gab's das Seidla noch für 90 Pfennig".

Und er kann sich noch an den ersten Wirt entsinnen: "Der Rammler Fritz". Früh um 9 Uhr sei damals schon "der Schlotfeger neben dem Maler" beim Bier gesessen. Nicht zu vergessen auch ein anderes Unikum: die Vroni."Die war von 1985 an 16 Jahre lang Wirtin und ist legendär: fleißig, schnell und mit ganzem Herzen bei dem Gast", erzählt Gerhard Heid.

Vor dem Fachwerkhaus war traditionell der Treff am Fass. "Das hat uns jahrelang verbunden - weil wir natürlich alle auch Clubberer sind", erklärt Heid den Hintergrund der Heben danz-Historie. Er schwärmt vom "bayerischen Anstich" - vom aufgebockten Fass schäumend ins Krügla.. Und er bekennt: "Wir freuen uns, dass es mit dem neuen Wirt wieder zünftig wird - der Dieter ist bodenständig und ein fränkisches Original." Und natürlich Clubberer