Zwei Kandidaten der AfD werden Oberfranken in der Wahlperiode bis 2023 im Bayerischen Maximilianeum vertreten. "Wer dies sein wird, ist aber völlig offen", behauptet der Forchheimer Stimmkreis-Direktkandidat, Dominik Pflaum aus Heroldsbach. Die Kandidaten auf den Spitzenplätzen seien nur durch wenige Stimmen getrennt. Will heißen: Pflaum macht sich Hoffnungen, vielleicht doch noch in den Landtag einziehen zu können.

67 000 Stimmen hat die AfD in Oberfranken bekommen, bilanziert Pflaum. Diese Stimmen verteilten sich auf die acht angetretenen Kandidaten. Noch werden die Zweitstimmen ausgezählt. Wer am Ende wie viele Stimmen auf sich vereinen könne, bleibe abzuwarten. "Da müssen wir uns in Geduld üben", so Pflaum.

Mit seinem eigenen Ergebnis zeigt sich der Heroldsbacher durchaus zufrieden. "Immerhin ist Forchheim eine Hochburg der Freien Wähler. Und da ist ja auch noch Michael Hofmann, der für die CSU das Direktmandat errungen hat", verweist Pflaum auf eine starke Konkurrenz. So gesehen sei das Forchhejmer Ergebnis, das im Landesdurchschnitt liegt, ein "gutes Ergebnis". Aus gesamt-bayerischer Sicht habe er sich jedoch ein besseres Ergebnis für die AfD erhofft, räumt Dominik Pflaum ein. "Immerhin sind wir eine Partei, die klar Position bezieht", findet er. Bei anderen Parteien wüssten die Wähler gar nicht so recht, wofür die stehen, was deren Hauptanliegen seien.

Trotz des klaren Einzuges in den Bayerischen Landtag hatte sich Pflaum gegen eine Wahlparty entschieden. Zu den Großveranstaltungen der AfD in Regensburg und München sei er eingeladen gewesen. Er habe sich nach dem langen, anstrengenden Wahlkampf aber dafür entschieden, den Wahlabend im Kreise der Familie zu verbringen und die Auszählung im Fernsehen zu verfolgen.

Die Feier mit den Parteimitgliedern, die ihn enorm unterstützt hätten, sei aber nur aufgeschoben. Sie soll am kommenden Wochenende stattfinden. Wie sehr gefeiert werde, hänge aber auch von seinem persönlichen Ergebnis ab.