Junge Familien sind in der Stadt gut aufgehoben. Denn zwei neue Kinderkrippen entstehen: Die "Rotznasen" wollen sich am Ernst-Reuter-Platz ansiedeln, und die "Siekids" werden im geplanten Betriebskindergarten von Siemens in der Käsröthe ihr Domizil finden. Beide Vorhaben wurden vom Bauausschuss im Detail vorgestellt und genehmigt.


Ein Zug voller "Rotznasen"

Die Kinderkrippe "Rotznasen" wirke wie ein "Zug", beschrieb Bauamtsleiter Gerhard Zedler den Baukörper, der am Ernst-Reuter-Platz beim Kennedy-Ring entstehen soll. Drei Gruppenräume sollen hier untergebracht werden. Das Gebäude ist mit einem rechteckigen Baukörper an der Nordseite in einer Größe von sechs mal 31 Metern geplant.

Südlich daran grenzen Gruppenräume als halbrunder Gebäudetrakt an. Die einzelnen Gruppenräume haben je eine Fläche von zirka 38 Quadratmeter und sind jeweils mit den notwendigen Ruheräumen und Sanitärbereichen verbunden. Der rechteckige nördliche Gebäudetrakt nimmt Büro-, Garderoben- und Sanitärräume sowie die Küche auf.


Begrüntes Pultdach

Die Kinderkrippe wird eingeschossig hergestellt und erhält über den Gruppenräumen ein flach geneigtes, begrüntes Pultdach. Der rechteckige Verwaltungstrakt wird mit einem Rundbogendach hergestellt. Die Verbindung zwischen diesen beiden Gebäudetrakten, die den Flur und die Aktivzone beinhalten, wird mit einem Flachdach und integrierter Lichtkuppel ausgebildet.

Für die Beschäftigten sind an der Ostseite sieben Parkplätze geplant. Ansonsten könnten die Kinder, so erklärte der Bauamtsleiter, von der vorgesehenen Kurzzeitzone am Kennedy-Ring von den Eltern in der Kinderkrippe abgegeben werden.


Kindergarten schont Kastanie

In der Käsröthe soll ein zweigeschossiger Kindergarten in einer Größe von etwa 40 Metern länge und 13,5 Metern Breite erstellt werden. Wie berichtet bietet der Betriebskindergarten von Siemens auch Plätze für die Kinder aus der Allgemeinbevölkerung an. Der Baukörper sei so gedreht worden, dass möglichst wenig Bäume gefällt werden müssten, betonte Bauamtsleiter Zedler. So könne eine große Kastanie erhalten werden. Der Raum für die Unterbringung von Müllcontainern und Spielgeräten wird so gelegt, dass keine zusätzlichen Bäume gefällt werden müssen. Sechs Parkplätze sind geplant.

Für den Ersatz der Stellplätze, die an der Südseite für die Kindergartennutzung benötigt werden, müssen die Wertstoffcontainer auf dem östlich angrenzenden städtischen Grundstück untergebracht werden. Dazu sind auch drei zusätzliche Stellplätze in unmittelbarer Nähe herzustellen. Unter diesen Maßgaben stimmte der Bauausschuss dem Projekt zu.