Rund 100 Besucher erlebten am vergangenen Sonntagnachmittag das festliche Konzert mit Instrumentalwerken des Barock. Zusammen mit Regionalkantor Georg Schäffner am Cembalo musizierten in der barocken Neumann-Basilika die Bamberger Bachsolisten. Zur Aufführung kamen nicht nur Werke von Johann Sebastian Bach, sondern auch von seinen Zeitgenossen Antonio Vivaldi und Johann Gottlieb Graun. Die "Bamberger Bachsolisten" sind eine von früheren und aktuellen Mitgliedern
der Bamberger Symphoniker gegründete Kammermusikvereinigung, die in Gößweinstein mit den Musikerinnen und Musikern Ursula Haeggblom (Flöte), Eva Sohni (Violine), Manfred Wengoborski (Violine) und Claudia Hödl-Kabadaic (Cello) aufwartete.

Gößweinsteins Organist Georg Schäffner trat schon mehrmals mit den Bamberger Bachsolisten, auch in wechselnder
Besetzung auf, gilt Schäffner doch selbst als ausgezeichneter Kenner und Könner der Barockmusik. Die barocke Basilika von Gößweinstein ist nicht nur wegen ihrer barocken Ausschmückung, sondern vor allem auch wegen der hervorragenden Akustik, geradezu wie geschaffen für derartige musikalische Darbietungen.


Applaus zum Abschluss

Den Konzertauftakt bildeten Werke in F-Dur von Johann Gottlieb Graun, zum Abschluss waren Werke von Antonio Vivaldi zu hören. Von Bach selbst gab es nur die "Sonate h-Moll BWV 1030" für Flöte und Cembalo. Dass die Bachsolisten und natürlich auch Schäffner ihre Instrumente perfekt beherrschten, quittierten die Besucher immer wieder mit Zwischenapplaus. Am Konzertende spendeten sie den Musikern einen lange anhaltenden Abschlussapplaus.

Die Bamberger Bachsolisten entstanden hauptsächlich aus dem Wunsch einiger Orchestermitglieder, die Werke Johann Sebastian Bachs im solistischen beziehungsweise kammermusikalischen Rahmen zu erarbeiten. Durch die positive Resonanz des Publikums konnten sie in den vergangenen Jahren ihren Wirkungskreis erheblich vergrößern. Sie spielen inzwischen Konzerte in ganz Deutschland. Aufgeführt werden neben den Werken Bachs inzwischen auch
die Werke seiner Zeitgenossen und Söhne bis hin zur Klassik.