Wieviele Seiten hat der Fränkische Tag? Wie lange dauert es, bis eine Ausgabe gedruckt ist? Gibt es in allen Ländern eine Zeitung? Und woher kommt überhaupt der Begriff Zeitung?

So vielseitig wie eine Tageszeitung waren auch die Fragen, mit denen die Drittklässler der Grundschule Weilersbach ihren Gast am Freitagmorgen löcherten. Michael Memmel, Leitender Redakteur in der Forchheimer Lokalredaktion, kam bei ihnen im Unterricht vorbei, um aus erster Hand über die Arbeit eines Journalisten zu erzählen.

Popel ist beliebt

Die acht und neun Jahre alten Schüler hatten sich zusammen mit Lehrerin Yvonne Winkler in den vergangenen zwei Wochen im Rahmen das KLARTEXT!-Projekts intensiv mit der Zeitung, ihrem Aufbau und Begriffen wie Layout, Artikel und Überschrift beschäftigt. Für jedes Kind lag täglich eine FT-Ausgabe in der Schule bereit, in der zunächst völlig frei geschmökert wurde. Danach besprach Winkler einzelne Texte mit den Kindern und wählte "Artikel des Tages". Besonders beliebt war natürlich die Seite mit den Kindernachrichten. "Die Comics mit dem Popel finden wir echt gut", erzählten die Schüler ihrem Gast.

Auf ihre Fragen erhielten sie fast immer sofort eine Antwort: Der FT hat an Wochentagen zumeist 32 Seiten, am Samstag aber fast doppelt so viel. Der Druck der 12 000 Exemplare des FT Forchheim dauert nur 20 bis 30 Minuten. In allen Ländern gibt es Zeitungen, aber nicht überall darf so frei berichtet werden wie in Deutschland. Nur bei der letzten Frage musste Memmel passen. Mittlerweile weiß er aber: "Zeitung" hieß ursprünglich jede Nachricht, erst im 18. Jahrhundert wurde es zum Begriff für Druckerzeugnisse.