An den sogenannten "Eibenwänden" bei Gößweinstein ist es am Sonntagabend zu einem Kletterunfall gekommen. Ein 49-jähriger Kletterer stürzte aus etwa vier Metern Höhe ab, riss beim Sturz seine gesetzten Sicherungen aus dem Fels und prallte am Boden auf den 45-jährigen Sicherer.

Beide erlitten hierbei schwere Verletzungen und wurden ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizeiinspektion Ebermannstadt berichtet.

Die Bergwacht Erlangen war nach ihrem Bericht um 17.30 Uhr zu dem Kletterunfall alarmiert worden. Sie fuhr mit drei Einsatzkräften von ihrem Stützpunkt in Veilbronn an. Ein Kletterer war mutmaßlich im Vorstieg gestürzt und seine Zwischensicherungen hatten versagt, so dass er auf seinen Sicherungspartner fiel. Dabei verletzte sich einer der Kletterer am Rücken, der andere am Sprunggelenk.

Beim Eintreffen der Bergwacht setzte gerade der Rettungshubschrauber "Christoph 20" aus Bayreuth zur Landung an, der als Notarztzubringer an die Einsatzstelle geschickt worden war. Die Erstversorgung erfolgte durch die Helfer vor Ort (HVO) Gößweinstein, die Bergwacht Fürth und den Notarzt, wie die Bergwacht Forchheim weiter berichtet. Die Bergretter begaben sich mit Gebirgstrage, Bergesack und Statikseilsatz zum Wandfuß der "Eibenwände". Die Patienten wurden mittels Schaufeltrage in den Bergesack umgelagert und dann mit zwei Gebirgstragen zu den am Hotel "Stempferhof" wartenden Rettungsdienstfahrzeugen gebracht. Der Abtransport war bei den herrschenden Temperaturen eine schweißtreibende Angelegenheit auf dem schmalen Trampelpfad an den "Eibenwänden". An einer Stelle mussten die Gebirgstragen jeweils mit dem Statikseil quer durch den Wald abgelassen werden, da der schmale Weg zu steil war. Im Einsatz waren neben der Bergwacht Forchheim auch die Bergwachten Erlangen, Fürth und Pottenstein sowie die Rettungswagen aus Ebermannstadt, der Notarzt des ASB Gräfenberg, der Rettungshubschrauber "Christoph 20" und die Polizei Ebermannstadt.